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Vorolympischer Weltcup in London

Guter Dreistellungsmatch, aber nichts Zählbares geholt

Bester Schweizer: Simon Beyeler
Bester Schweizer: Simon Beyeler

21.04.2012 - Zum Abschluss des vorolympischen Weltcups in London ist den Schweizern im Dreistellungsmatch (3x40) zwar ein guter Wettkampf gelungen, Ergebnisse von Belang resultierten mit dem Kleinkaliber-Gewehr 50m aber nicht.

Bester der drei Teilnehmer aus der Schweiz war Simon Beyeler auf dem elften Platz. Mit 1162 Punkten fehlten dem Landesrekordhalter bloss zwei Zähler für das Bestätigungsresultat für die Teilnahme an den Olympischen Spielen. Kniend war der Berner mit 392 Punkten der Beste unter den Spitzenschützen. Liegend erreichte Beyeler 389, stehend 381 Punkte. Auf Platz 13 landete Marcel Bürge mit 1161 (399 liegend/375 stehend/387 kniend) Zählern. Wie am Vortag liess der Toggenburger stehend zuviel liegen. Die gute Schweizer Mannschaftsleistung rundete der Freiburger Pascal Loretan als 15. mit 1160 (397/375/388) Punkten ab. Loretan war in London der einzige Schweizer der einen Finalplatz ergatterte (Gewehr 10m). Überlegener Sieger des vorolympischen Dreistellungsmatches wurde der Italiener Niccolo Campriani mit dem Finalresultat von 1278,2 Ringen. Trainerin der Italiener ist die Schweizer Rekordschützin Gaby Bühlmann.

Mit der olympischen Schnellfeuer-Pistole (25 m) setzte sich am Freitag der Russe Alexej Klimow durch. Er egalisierte mit 33 Zählern den Final-Weltrekord des Tschechen Martin Podhrasky.

 

Licht und Schatten für Irene Beyeler

Ähnlich stark wie Simon Beyeler schnitt dessen Schwester Irene in der Eliminaton ab. Nach dem hervorragenden Vorkampf reichte es der 26-jährigen Bernerin im Kleinkalibier-Dreistellungsmatch der Frauen mit 567 Punkten schliesslich aber nur zum 38. Platz.

Dank sehr guten Leistungen stehend und kniend hatte sich Irene Beyeler mit dem Gewehr 50m (3x20) am Mittwoch in der Elimination als Vierte ihrer Serie mitten in der Weltelite klassiert. Tags darauf lief es ihr jedoch nicht mehr nach Wunsch. Liegend schnitt Irene Beyeler mit 193 Punkten zwar besser ab als am Vortag, stehend (Mittwoch 195/Donnerstag 186) und kniend (194/188) vermochte sie aber nicht mehr an die Resultate in der Vorausscheidung anzuschliessen. Für den Einzug in den Final waren mindestens 579 Punkte notwendig; exakt diese Marke hatte Irene Beyeler am Mittwoch erreicht.

Gar nicht in den Wettkampf der besten 50 Schützinnen schaffte es die WM-Dritte Annik Marguet, die schon in der Elimination mit 568 (198/185/185) Punkten gescheitert war. Siegerin wurde die deutsche Weltmeisterin Barbara Engleder (ehemals Lechner), die bereits nach der Qualifikation mit 586 Ringen geführt hatte. Sie gewann mit 686,1 Punkten vor der Österreicherin Stephanie Obermoser (685,1).

 

Bürge und Müller im Mittelfeld

Im Mittelfeld der Rangliste klassierten sich die Schweizer Liegendschützen (Gewehr 50m). Marcel Bürge erreichte mit 588 Punkten den 22. Platz, der am Knie verletzte Berner Beat Müller wurde mit 587 Zählern 27. Im Final setzte sich der Weissrusse Sergej Martinow, der Olympiadritte von 2000 und 2004, vor dem Dänen Torben Grimmel (OS-Silber 2000) durch. Für den Finaleinzug waren mindestens 592 Punkte notwendig.

 

Enttäuschung für Scheuber

Am Dienstag stand der Nidwaldner Patrick Scheuber im Einsatz. Er erzielte in der Elimination Pistole 50m 539 Zähler. Dies reichte nicht für den Wettkampf der besten 50, der am Mittwoch stattfand. Sieger mit der Freipistole wurde der Olympia-Achte Tomoyuki Matsuda aus Japan mit einem Finalresultat von 664,8 Punkten.

 

Highlight durch Loretan

Für die beste Schweizer Leistung in London sorgte Pascal Loretan. Der Freiburger erreichte mit dem Gewehr 10m zunächst 597 Punkte, qualifizierte sich für den Final und klassierte sich mit 699,7 Zählern im ausgezeichneten 5. Schlussrang. Der 23-jährige Loretan erbrachte zugleich als erster Schweizer das Bestätigungsresultat für die Teilnahme an den Olympischen Spielen in diesem Sommer. Der Polymechaniker aus Tafers hielt in den Royal Artillery Baracks dem Druck stand, schoss in der Qualifikation zunächst zwei 99er-Passen, dann zweimal 100 und erzielte im sechsten Umgang nochmals das Maximum. Im Final fiel Loretan zunächst zwar in den 8. Rang zurück, schliesslich verteidigte er aber den 5. Platz mit Erfolg. Er liess in der Entscheidung auch die beiden italienischen EM-Medaillengewinner Niccolo Campriani und Marco De Nicolo hinter sich. Finalsieger wurde der Franzose Pierre Edmond Piasecki mit 701,6 Zählern.

Mit 599 Ringen ist Loretan seit Ende Januar dieses Jahres auch Schweizer Rekordhalter mit dem Gewehr 10m. Einen Olympia-Quotenplatz für den Schweizer Schiesssportverband hatte Loretan Mitte Februar an den Europameisterschaften in Vierumäki (Finnland) geholt. Loretans Klubkollege Simon Beyeler landete mit soliden 593 Zählern (100/97/100/100/98/98) im Wettkampf mit dem Luftgewehr auf dem 32. Platz.

  

Ramella noch nicht in Olympiaform

Der auch noch mit der Olympia-Qualifikation liebäugelnde Skeetschütze Fabio Ramella beendete den Wettkampf mit 111 Treffern nur im 68. Rang. Im ersten Umgang hatte er teilweise bei Hagel schiessen müssen und bloss 21 geglückte Versuche verbucht. In der fünften und letzten Qualifikationsrunde musste sich der WM-Fünfte aus Hallau SH nochmals mit einer 21 begnügen. Allerdings ist der Formaufbau Ramellas so geplant, dass er erst später sein gesamtes Leistungsvermögen ausspielen kann. Skeet-Sieger wurde der Schwede Stefan Nilsson mit insgesamt 148 Treffern.

Resultate Gewehr 50m, 3x40 Männer

Resultate Gewehr 50m, 3x20 Frauen 

Resultate Gewehr 50m liegend Männer

Resultate Pistole 50m Männer

Resultate Gewehr 10m Männer

Resultate Olympische Schnellfeuerpistole

Resultate Skeet Männer

Resultate Skeet Frauen

Resultate Trap Männer

Resultate Trap Frauen

Resultate Doppeltrap Männer

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