IWK München: Keine Schweizer Finalplätze
Andrea Brühlmann beste Schweizerin
Zum Abschluss des 10m-IWK München gelang Luftgewehr-Schützin Andrea Brühlmann (25.) mit 396 ein ausgezeichnetes Ergebnis. Für die Finalqualifikation fehlten der Thurgauerin trotzdem zwei Punkte.
Nach den ersten zehn Schüssen (97) war für Andrea Brühlmann die Final-Post bereits abgefahren. Wer sich mehr als zwei Verlustpunkte leistete, gehörte bei der Entscheidung zu den Zuschauern. Am Tag nach der EM-Qualifikation gelang ihr ab dem 11. Schuss mit 99/100/100 jedoch die Bestätigung, dass sie nach Materialproblemen das Selbstvertrauen wieder gefunden hat. Annik Marguet (Cormérod), die am Vortag die Selektion im Direktduell gegen Andrea Brühlmann mit 393:391 verpasste hatte, sorgte wie die gesetzte Ramona Eugster (Altstätten) für eine erfreuliches Ergebnis. Bei Sibylle Pfiffner (Dättwil) täuscht das Resultat (388). Sie musste nach dem ersten Wettkampf eine Änderung am Gewehr vornehmen und schoss erstmals mit der neuen Einstellung.
In München fehlten einige Schiesssport-Hochburgen (u.a. China) und trotzdem wiesen die Wettkämpfe absolutes Weltklasse-Niveau auf. Bei den Frauen brauchte es 398, um sich unter den Top 8 zu klassieren. Dahinter folgten acht Schützinnen mit 397 und zwölf mit 396. Im Final standen neben einer Österreicherin, Italienerin, Amerikanerin und Tschechin vier Deutsche.
Wechselbad
Die beiden Pistolen-Schweizer Paddy Gloor (Teufen) und Patrick Scheuber (Büren) erlebten ein Wechselbad der Emotionen. Ausgezeichnete Passen wechselten mit weniger erfreulichen Resultaten ab. Gloor, der seit Dienstag an einer Art "Hexenschuss im Genick" leidet und den Kopf nicht frei bewegen konnte, liess beispielsweise 99 zu Beginn 92 folgen. Danach erzielte er 97 - und wieder 92. Beim Abschluss (98/97) lag er wieder auf Kurs. Am Ende fehlten sechs Zähler für den Final, der zu einer Osteuropa-Meisterschaft mit japanischer Beteiligung wurde.
Patrick Scheuber bewegte sich zwei Drittel lang zwischen 97 und 94, bevor ihm mit 100 (wie zwei andern Schützen) ein Exploit gelang. Doch 92 beendeten die minimale Finalchance. "Ich fühlte mich bei den 100 nicht so stark wie dies erscheinen mag. Aber bei den 92 auch nicht so schlecht", erklärte Patrick Scheuber und zog im Hinblick auf die EM in Meraker ein positives Fazit: "Ich habe immerhin gesehen, dass ich dabei sein kann."
Männer. Luftpistole (olympisch): 1. Vladimir Isakow (Russ) 690.5 (589/101.5). 2. Oleg Omelchuk (Ukr) 684.3 (582/102.3). 3. Vladimir Goncharow (Russ) 684.0 (582/102.3). 4. Yury Dauhapolau (WRuss) 683.3 (583/100.3). 5. Tanyu Kiriakow (Bul) 682.6 (583/99.6). 6. Sergey Chervyakovsky (Russ) 681.9 (581/100.9). 7. Serhiy Kudrya (Ukr) 680.7 (581/99.7). 8. Tomoyuki Matsuda (Jap) 679.0 (582/97.0). -- Ferner: 38. Paddy Gloor 575. 50. Patrick Scheuber 574. – 83 klassiert.
Frauen. Luftgewehr (olympisch): 1. Jessica Mager (De) 503.3 (399/104.3). 2. Jamie Beyerle (USA) 502.6 (398/104.6). 3. Stephanie Obermoser (Oe) 502.4 (398/104.4). 4. Sonja Pfeilschifter (De) 501.3 (398/103.3). 5. Katerina Emmons (Tsch) 501.0 (398/103.0). 6. Petra Zublasing (It) 500.8 (398/102.8). 7. Barbara Lechner (De) 500.4 (399/101.4). 8. Sabrina Bär (De) 499.9 (398/101.9). -- Ferner: 25. Andrea Brühlmann 396. 30. Annik Marguet 395/30. 32. Ramona Eugster 395/27. 88. Sibylle Pfiffner 386. – 93 klassiert.
30.01.2010
<< zurück weiterempfehlen drucken
|