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Aargau

Aargauer Schiesssportverband wird aktiv gegen Mitgliederschwund

07.02.2012 - Land auf und landab wird in den Schiessverbänden über den Mitgliederschwund in den Schützengesellschaften gejammert. Der Aargauer Schiesssportverband hat in Zusammenarbeit mit den Bezirksverbänden vor, dem immer mehr abnehmenden Mitgliederstand entgegenzuwirken.

In die Regionale Schiessanlage «Im Lostorf» in Buchs lud kürzlich der Vorstand des AGSV die Vorstände der elf Aargauer Bezirksverbände ein. Diverse Themen wie zum Beispiel Feldschiessen, Personelles im Verband, wie werde ich J+S-Leiter standen auf der Traktandenliste. Ein wichtiges Themas waren auch die Finanzen des Verbandes. Der Abschluss des vergangenen Jahres wie auch das Budget 2013 wurde mit roten Zahlen präsentiert. Dass es zu diesen negativen Zahlen kam, war auch der abnehmende Schützenbestand im Rübelikanton verantwortlich. Denn weniger Schützen heisst auch weniger Jahresbeiträge. 

Rückgang und Auflösungen

Die Tatsache ist, dass infolge von Auflösungen und Zusammenschlüssen von Vereinen ein starker Rückgang an Lizenzen zu verzeichnen ist. Auch die Teilnehmerzahlen bei den Nachwuchs- und Jungschützenkurse ist abnehmend. Bedingt durch diesen Rückgang ist zwangsläufig eine kleinere Teilnehmerzahl an den Anlässen vorhanden. Leider können jedoch die altersbedingten Abgänge nicht nur mit Nachwuchsausbildung ersetzt werden. Und dadurch wird die Gruppe der Matchschützen auch immer kleiner.

Tag der offenen Schiessstände

Die Schützenvereine sollten an einem Tag ihre Schiessstände der Öffentlichkeit öffnen. Als Botschafter müssen sich die Spitzenschützen engagieren. Die Vision wäre, dass jemand gefunden wird, der das Patronat der Veranstaltung übernimmt. Ein wichtiger Punkt ist, dass die Medien in die ganze Aktion einbezogen werden. In einer Wanderausstellung soll demonstriert werden, dass der Schütze zu seinem Sport steht. Über alle Distanzen ist geplant, ein Schnupperschiessen anzubieten. Die Spitzenschützen zeigen ihr Können.

Gewerbeausstellung und Messen

Bei den Gewerbeausstellungen, Dorffesten und Messen engagieren sich die Vereine mit der Wanderausstellung. Ein Schiessen mit den Luftdruckgeräten sollte die Besucher animieren, als neues Hobby den Schiesssport zuzulegen. Bei den Outdoor- wie auch Indooraktivitäten muss das Ausbildungsangebot präsentiert  und die Naschwuchsförderung besser verkauft werden. Für die Umsetzung der Aktionen gegen den Mitgliederschwund bei den Schützen wird ein Arbeitsgruppe gebildet, welche im Auftrag des Kantontalvorstandes arbeitet. Doch auch der Schütze in seinem Verein sollte aktiv werden. Es gibt viele ehemalige Schützinnen und Schützen, die aus irgendwelchen Gründen mit dem Schiesssport aufgehört haben. Diese ehemaligen Vereinsmitglieder sollten angesprochen werden. Und in jeder Ortschaft gibt es Neuzuzüger. Auch hier sind vielleicht zukünftige Vereinsmitglieder zu finden. Dass die Schützenfamilie zu Grossem fähig ist, wurde an der Abstimmung der Waffeninitiative bewiesen. Wenn wir das fähig waren, diesen Unsinn abzuschmettern, sind wir doch sicher auch im Stande, den Auflösungen und Zusammenschlüssen der Vereine den Riegel zu schieben und neue Schütze für den Schiesssport zu begeistern.  (rebi/san)

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