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Verbandsmatch Elite/Junioren G50m

Überragendes Frauen-Trio

Die drei erstklassierten Teams –<br>in der Bildmitte das überragende Trio<br> Muriel Züger (l), Lisa Suremann (m)<br>und Sandra Meier (r).
Die drei erstklassierten Teams –
in der Bildmitte das überragende Trio
Muriel Züger (l), Lisa Suremann (m)
und Sandra Meier (r).

07.10.2017 - Von A bis Z dominierten die Linth-Schützinnen den Verbandsmatch der Junioren in Schwadernau. Lisa Suremann (18), Muriel Züger (19) und Sandra Meier (16) liessen der Konkurrenz nicht den Hauch einer Chance. Mit 573 Punkten verbesserte das Trio den Verbandrekord der Berner aus dem Jahre 2012 um mehr als vier Punkte.

 

Resultate Verbandsmatch Elite/Junioren


«Alle haben fantastisch geschossen und gezeigt, was sie drauf haben», freut sich Paul Dütschler, Matchchef der Linth-Schützen. Seit dem Austritt der Glarner Matchschützen letztes Jahr aus dem Linth-Verband, besteht der kleine Verband aus 130 Mitgliedern, die ausschliesslich aus Teilen der Kantone Schwyz und St. Gallen stammen. «Bei uns sind die Junioren geblieben, bei den Glarnern die Elite», hält Dütschler fest. Besagten Glarner Elite-Männern reichte es Tags zuvor zum 7. Rang.


Linth vor den Teams Ostschweiz und Fribourg

Zurück zu den Linther «Super»-Juniorinnen. Nach der anfänglichen Kniend-Disziplin lag das Trio-Grande schon fast drei Punkte vor dem Team Ostschweiz. Nach der Liegend-Serie waren es fünf und am Schluss sagenhafte 13 Zähler vor dem Team Ostschweiz. Eine Machtdemonstration. Dafür wurde es im Kampf um den zweiten und dritten Platz umso enger. Am Schluss entschied ein «Muckenfurz» von 0.09 Punkten über Silber und Bronze zugunsten der Ostschweiz gegenüber dem Team Fribourg.  

«Jede von uns hat einmal gewonnen», freute sich Siegerin Lisa Suremann. Sie, die EM-Teilnehmerin von 2016 in Maribor, sei die Beste der Lintherinnen kniend gewesen, Muriel Züger liegend und Sandra Meier stehend. «Wir sind echt ein gutes Team», räumt die 18-Jährige Kunstgymnasiastin ein. Kunstgymnasiastin? «Wir haben neun Stunden Kunst im Stundenplan, dafür dauert die Schule ein Jahr länger», klärt die Junioren-Dreistellungs-Schweizermeisterin 2016 auf. Kunst sei für sie ein guter Ausgleich zum Sport und möglicherweise die Basis ihrer beruflichen Zukunft.


Das Resultat hätte bei der Elite für den zweiten Rang gereicht

Die Linther-Damen hatten den Verbandsmatch  bereits 2016 gewonnen. Die Titelverteidigung ist also prima geglückt. «Wir dachten, wir müssen etwas mehr bieten als im Vorjahr, darum der Rekord», lacht Lisa Suremann. Nun, da kann sich die versammelte helvetische-Topschützenschar ja 2018 auf etwas gefasst machen. Denn dann werden die drei «Volltreffer-Ladies» noch einmal in der genau gleichen Besetzung antreten können und – logo – versuchen, den Hattrick unter Dach und Fach zu bringen. Wer sollte sie daran hintern, fragt man sich nach der diesjährigen Gala? Die 573 Punkte hätten bei der Elite notabene zum zweiten Rang hinter Fribourg gereicht. Der Name Linth dürfte also so schnell nicht aus den Ranglistenspitzen am Verbandsmatch verschwinden. Dies, nachdem Linth 1951 und 1952 schon bei der Elite gewonnen hatte. Drei Siege hintereinander – das wäre indes was Neues. (Michael Schenk)

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Berichterstattung Verbandsmatch Elite G50m vom 7.10.

Freiburg zum 25. Mal zuoberst

«Nein, keine Ahnung – aber in dem Fall ist es wohl so», lacht Simon Beyeler. Der 35-jährige Nationalmannschafts-Schütze von KK Schützen Maggenberg-Alterswil wusste nicht, dass seine Freiburger heuer zum 25. Mal den Verbandsmatch gewonnen haben. Ein Jubiläum also und ein Rekord.

Wisse: Der Verbandsmatch wird seit 1923 ausgetragen. Keine andere Kantonal- oder Regional-«Nationalmannschaft» hat in dem Sinn diesen Vergleich häufiger zuoberst auf dem Podest beendet, als eben Fribourg. Von Anfang an lagen die sechs Titelverteidiger auch heuer in Führung. Nach der Kniend-Passe einen  Punkt vor den Zentralschweizern, nach dem Liegend-Anschlag einen vor Zürich und am Schluss, nach der diffizilen Stehend-Passe, 5 Punkte vor Zürich und deren neun vor Solothurn. «Keine Ahnung wie oft ich schon dabei war, als wir gewonnen haben», sagt Simon Beyeler, «aber sicher schon mehr als zehn Mal.» Zwischen 1996 und 2009 haben die Freiburger 14-Mal in Folge gewonnen.

Das Podest: Freiburg gewann vor den Manschaften aus Zürich (2.) und Solothurn (3.)


Im Vorjahr hatte Beyeler, der Mann aus Schwarzenburg, mit 588 Punkten für das höchste Einzelresultat gesorgt. Heuer lief es ihm, der er zuletzt an der EM ein «DeBaku» erlebte, wie er selbst sagt, mit 582 Punkten etwas weniger toll. Freilich immer noch stark. «Es ist sicher nicht der sportlich höchststehende Wettkampf», sagt der Berner über den Verbandsmatch, «und doch werden immer wieder sehr hohe Resultate erzielt», sagt Beyeler. Insofern seien auch er und seine Nati-Kolleginnen und -Kollegen immer wieder herausgefordert. Eine satte Portion Ehrgeiz muss also auch bei den Besten mit im «Gefecht» sein, wenn sie am Ende auch tatsächlich die Besten sein wollen. «Bei uns gehören fünf von sechs Leuten zur Nationalmannschaft. Von da her gehören wir sicher immer zum Favoritenkreis. Entscheidend, wenn es um den Sieg geht, ist darum für uns in der Regel, wie der sechste Schütze abschneidet.» Heuer war das Kevin Progin der sich mit 560 Punkten gut aus der Affäre zog.


Jan Lochbihler lag zwischenzeitlich auf Rekordkurs

Apropos die Besten. Der taufrische dreifache 300m-Europameister Jan Lochbihler legte in Schwadernau für seine Solothurner los wie die Feuerwehr. Mit 200 Punkten das Maximum kniend und 199 hinten drauf liegend. Damit lag Lochbihler souverän auf Rekordkurs. Den «inofiziellen» Verbandsrekord hält der Mann aus Holderbank seit 2014 mit 592 Punkten zusammen mit Yvonne Graber (2010) selbst. Alles war gespannt, wie der 25-jährige Profischütze stehend abschneiden würde. Allein, die erste Passe missriet dem Champion mit 89 Punkten komplett. «Ich habe in den letzten Wochen fast ausschliesslich 300m trainiert. Darum hat sich für mich ein technisches Problem ergeben, das ich erst im weiteren Wettkampfverlauf in den Griff gekriegt habe.» Um bei der Schussabgabe den Rückschlag auszugleichen, macht ein Spitzenschütze eine winzige Gegenbewegung – eine Art Vorbewegung ergo. Für Normalsterbliche wohl kaum wahrnehmbar. Nun ist diese Konterbewegung bei einer 300-Meter-Waffe indes heftiger, als bei einem Kleinkaliber-Gewehr. «Das war mein Problem in der ersten Stehend-Passe», so Lochbihler. Nachher, als er sich an die Waffe gewöhnt hatte, habe es mit der Koordination wieder geklappt. Zu spät in diesem Fall. Darum ging der Einzelsieg an den für Bern schiessenden, 27-jährigen Betriebswirtschafter Claude-Alain Delley mit 588 Punkten. Die Berner, die mit 14 Schützinnen und Schützen proportional zur Verbandsgrösse das grösste Kontingent stellten, klassierten sich auf dem 5. Schlussrang. (Michael Schenk)
 

Holte sich den Einzelsieg: Claude-Alain Delley

 

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