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Feldschützen Staldenried: Tipps vom Psychologen und Pascal Loretan

Pascal Loretan analysierte  akribisch<br>den Stellungsaufbau eines jeden<br>Sportschützen.
Pascal Loretan analysierte akribisch
den Stellungsaufbau eines jeden
Sportschützen.

05.04.2017 - Die Feldschützen Staldenried sind bekannt dafür, dass sie sich nicht auf ihren Erfolgen (200 kantonale und eidgenössische Medaillen in den letzten 20 Jahren) ausruhen und sich bequem auf dem weichen Sofa der goldenen Vergangenheit räkeln wie andere Vereine. Im Gegenteil: Der Erfolg und die Arbeit mit dem zahlreichen Nachwuchs stacheln die Rieder immer wieder an, neue Wege zu gehen.

So sind denn Schützenkameraden aus dem Oberwallis immer wieder gespannt, was für ein Ass die Staldenrieder aus dem Ärmel ihrer Schiessjacken ziehen, wenn es um Weiterbildung geht. Vor zwei Jahren war ein Dutzend von ihnen «Sonntagsschüler» bei 300 m-Weltmeister Marcel Bürge im SSZ Brünig Indoor. Bürge war 2016 zu Gast und Referent  im innovativen Bergdorf hoch über dem Vispertal, als die neue KK-Anlage installiert wurde. Und 2017 luden die Rieder Schützen gar einen mehrfachen Olympiateilnehmer und Nati-Schützen ein, nämlich Pascal Loretan. Aber der Reihe nach:


Psyche im Alltag und vor der Scheibe

Am letzten Donnerstag nahmen an die 20 Schützen in ihren grünen Vereinsjacken an einem Mentalkurs teil. Referent: der bekannte Psychologe Harald Burgener, der sich in seinen fundierten Ausführungen nicht nur auf den Schiesssport, sondern auch auf den Alltag bezog. Schwerpunkt von Burgener Psycho-Block: Hypnose (ohne Show!) im Alltag und im Schiessport:

- Wie kann der Schütze Stress abbauen?

-  Ängste überwinden wie die lähmende Angst vor dem schlechten Schuss

- das Ego stärken,

- Future Pacing (einen Wettkampf vorgängig mit «best und worst case» durchspielen) etc.

Nach 2 ½ Stunden «Psycho-Training»  im positiven Sinne wurde – und  das ist ja immer ein gutes Zeichen- noch eifrig von der Fragestunde Gebrauch gemacht. Kein Wunder bei der gemütlichen Atmosphäre in der Schützenstube der Rieder Schützen.


Loretans unbestechliches Computer-Programm für Schützen

Schon 2 Tage später ging es erneut zur Sache, und zwar einen Stock tiefer im KK-Stand. Nati-Mitglied Pascal Loretan  analysierte und korrigierte akribisch und geduldig  den Stellungsaufbau eines jeden Sportschützen. Unterstützt wurde Loretan durch das Computer-Programm für Schützen, «Scatt», das jeden Schuss vom Anschlag bis Sekunden nach der Auslösung  graphisch festhält, so dass dem Schützen jede Abweichung und jeder noch so minime Schlenker unter die Nase gehalten werden können: Erbarmungslos, aber ehrlich und aufbauend kritisch für den nächsten Schuss.


120 Schuss Trainingseinheit

Am Nachmittag – nach einem gemeinsamen Spaghetti-Essen – zeigte dann Loretan auf, was in ihm steckt, weshalb er in der Nati steht und liegt und auch an Olympischen Spielen teilnehmen durfte. Loretan demonstrierte mit beeindruckender Ruhe an einer Trainingseinheit von 120 Schuss KK (ohne Pause), wie ein möglichst enges Schussbild  aussehen sollte. Während Durchschnittsschützen oft wie wild korrigieren, fiel den Kursteilnehmern auf, wie wenige Korrekturen Loretan in dieser Trainingseinheit vornahm. Fazit eines Teilnehmers: «Nicht allein die Zehn macht es aus; nein, das Zentrum ist wichtig!»


Tipp für 2017

Es empfiehlt sich also in dieser Saison, hinter einem Staldenrieder Schützen zu stehen und ihm wortwörtlich über die Schulter zu gucken. Wie man die Kameraden aus Staldenried kennt, kann man sicher sein, dass sie nicht «mauern», sondern sich im Interesse des Schiesssports in ihre  Karten blicken lassen werden. (Francis Pianzola)

 

Zufriedene Gesichter: Die Staldenrieder Schützen mit Pascal Loretan

                                                            

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