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21 Jungschützenleiter absolvierten ihren WK

Aufgestellte Kursteilnehmer: Gruppe A<br>im Schiessstand
Aufgestellte Kursteilnehmer: Gruppe A
im Schiessstand

27.03.2017 - Wer im Nachwuchsbereich als Jungschützenleiter tätig sein will, muss seine Kenntnisse alle sechs Jahre aufdatieren und einen entsprechenden Wiederholungskurs besuchen. Das Aufgebot erlässt Oberst Franz Walker, seines Zeichens eidgenössischer Schiessoffizier des Kreises 15 – kurz ESO 15 genannt. Zusammen mit einem gut funktionierenden Stab bewerkstelligte Franz Walker diesen Kurs in einem Tag – heuer am Samstag, 25. März 2017 in der Winterthurer Schiessanlage Ohrbühl.

Mitzubringen und aufgeführt im Aufgebot waren: Sturmgewehr 90, Dienst- und Schiessbüchlein sowie das Sackmesser. Unter den Kursabsolventen, welche aus dem ganzen Kanton Zürich stammten, befanden sich auch die beiden Jungschützenleiterinnen Doris Häusermann und Iris Rimann. Sie gehören zum Lehrkörper welcher derzeit gegen 850 Jungschützen im Kanton Zürich ausbildet und betreut. Die Grundkurse hingegen, welche mehrere Tage dauern, sind Sache der SAT, welche dem VBS unterstellt ist.


Die Mehrzahl der Kursstunden besteht aus Theorie. Oberst Franz Walker und Stabsadj Philipp Weber (C Ausb ESK 14/15) verstanden es aber vorzüglich, die teilweise recht trockene Materie an die Kursteilnehmer in einer angenehmen und lockeren Art zu vermitteln. Der Stoff wurde mittels einer Power-Point-Präsentation visualisiert und durch fachtechnische Referate von Maj Stefan Keller, René Burgener und Marcel Ochsner ergänzt. Allgemein stellt man aber fest, dass Reglemente, Weisungen und Bestimmungen eine «Anpassung» welche auch als Verschärfung empfunden werden könnten, erfahren haben. Ebenso gaben die einzelnen Referenten wichtige Hinweise und Verhaltensregeln im Zusammenhang mit dem geltenden Waffengesetz.
 

Trockene Materie verständlich rübergebracht: Oberst Frank Walker (links) und Stabsadj Philipp Weber.


Jungschützenkurs: Militärische Vorbereitung der Jugend

Grundsätzlich dient der Jungschützenkurs dazu der heranwachsenden Jugend ein unverkrampftes Verhältnis zur Armeewaffe mit sportlichen Mitteln beizubringen. Absolventen von Jungschützenkurse erhalten in diesen Lehrgängen eine solide Grundausbildung, eine gute Basis, auf welcher die militärischen Ausbilder später aufbauen können. Seit der Herabsetzung des Eintrittsalters von 17 auf 15 Jahre und dem vermehrten Angebot an Kursen, erleben wir zur Zeit im Jungschützenwesen einen willkommenen Aufschwung. Die Teilnehmerzahlen sind erfreulicherweise angestiegen. Es gilt nun, diesen «Boom» zu nützen.

Militärisch oder zivil: Schiessen ist Sport

Neben dem militärischen Aspekt verfolgt man im Kanton Zürich (mit tatkräftiger Unterstützung des ZHSV) auch die Förderung der jugendlichen Sportschützen und sieht bei den «militärischen» Jungschützen und Jungschützinnen grosses Potential. Wer mit einem Ordonnanzgewehr schiessen kann der kommt auch mit einem Luft- oder mit einem Standardgewehr gut zurecht. Aus diesem Grund zieht Franz Walker beim Jungschützenleiter-WK gerne Spezialisten aus dem Sportschützenbereich zu seinen Kursen  wie zum Beispiel Marcel Ochsner, die vielseitige Schützen-Koryphäe von den Standschützen Oberwinterthur  hinzu. Nicht nur als Spitzenschütze (u.a. Eidg. Schützenkönig 2010), sondern auch als Nachwuchsförderer hat sich der Winterthurer einen Namen gemacht. Er wird als grosser  «Chrampfer» bezeichnet und auch deshalb erhielt er vor einem Jahr die Ehrenmitgliedschaft beim STS Oberwinterthur. Ein Teil des JSL-WK 1 fand deshalb im 10 Meter Keller der SA Ohrbühl statt. Marcel Ochsner beschränkte sich in dieser «Schnellbleiche» mit den Kernelementen, u.a. Stellungsaufbau, Atmen, Zielen. Die Nachwuchsförderer sind bestrebt, die Jugend möglichst früh für den Schützensport zu begeistern. Nach dem Kindergarten müssen wir sie abfassen, erklärt der ehemalige Nationaltrainer Heinz Bolliger immer wieder. Aber auch «Spätzünder» welche erst mit dem Jungschützenkurs mit dem Schiessen Bekanntschaft machen, sind willkommen und so gesehen ist das Jungschützenwesen eine der Quellen aus welcher Talente geschöpft werden können.

Praktischer Übungsteil: Obli 300 Meter 1:1 absolviert

In der 64 Scheiben umfassenden Winterthurer Schiessanlage Ohrbühl ist man selten allein. Den Kursteilnehmer des JSL WK 1/2017 wurden die Scheiben am rechten Flügel zugeteilt. Hier wurde der konforme Wettkampf-Ablauf und das richtige und sichere Verhalten im Schützenhaus repetiert. Geschossen wurden je 20 Schuss, wie sie in der obligatorischen «Bundesübung» vorgesehen sind. Zudem hatte jeder Kursteilnehmer die Möglichkeit das richtige Korrigieren  und dazu war das Sackmesser nötig  sich in Erinnerung zu rufen. Die erzielten Resultate, durchaus passabel, waren dabei eher sekundär. Doch auch für die Kursteilnehmer war klar, jeder Schuss  und sei es im JSL-WK  ist Training.

Abgeschlossen wurde der interessante WK mit der Umsetzung der Lektionen 1 - 3, welche die umfangreichen technischen Belange der Schiessanlagen umfasste. Die in Gruppen erstellte Arbeit wurde im Plenum vorgestellt, erläutert und beurteilt. (James Kramer)
 

Endlich schiessen: Liegen, laden OP 300 Meter

 

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