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Daniel Burger zieht ein positives Olympia-Fazit

Die Finalqualifikation von Nina <br>Christen ist für Daniel Burger das <br>schönste Olympia-Erlebnis.
Die Finalqualifikation von Nina
Christen ist für Daniel Burger das
schönste Olympia-Erlebnis.

14.08.2016 - Wenige Stunden nach der letzten Schiesssport-Entscheidung an den Olympischen Spielen von Rio de Janeiro zieht Nationaltrainer Daniel Burger eine positive Bilanz.

 

Impressionen von den letzten beiden Wettkampftagen

 

Die Bronzemedaille für Heidi Diethelm Gerber mit der Sportpistole, ein Olympisches Diplom Gewehr 50m Dreistellung für Nina Christen, Top-Platzierungen von Nina Christen und Sarah Hornung im Luftgewehr sowie von Jan Lochbihler Gewehr 50m liegend: So mancher Schweizer Schiesssportfreund hätte im Vorfeld der Olympischen Spiele unterschrieben, wenn ihm dies als Ausbeute angeboten worden wäre. Die Schweizer Schützinnen und Schützen haben sich in Rio de Janeiro von ihrer besten Seite gezeigt. Das trifft nicht nur auf die Leistungen zu, sondern vor allem auch auf den Auftritt als Team. Die Schiesssport-Delegation hat sich als verschworene Einheit präsentiert, Trainer, Athleten und Betreuer haben sich gegenseitig unterstützt und am selben Strick gezogen. «In den ganzen zwei Wochen ist nie ein böses Wort gefallen», sagt Nationaltrainer Daniel Burger. Der Team-Spirit sei beeindruckend gewesen. «Alle hier haben einen hervorragenden Job abgeliefert.» Burger hebt dabei insbesondere Ernst Gerber hervor, der sich vom ersten Tag an ins Team integriert und seine Frau perfekt gecoacht habe. Ein Sonderlob erhält auch Sportpsychologe Jörg Wetzel, der in den entscheidenden Momenten für die Athletinnen und Athleten da war. «Auch die Zusammenarbeit mit Swiss Olympic verlief hervorragend», so Burger.

 

Premiere nach 32 Jahren

Besonders freut den Nationaltrainer, dass sich die Selektionsentscheide als richtig erwiesen haben. «Die Vorbereitung mit den vier Athleten verlief nach Plan, ihre Leistungen am Tag X haben gestimmt.» Das gelte besonders für Nina Christen. Ihre Finalqualifikation sei für ihn der persönliche Höhepunkt der Spiele gewesen. «Erstmals seit 1984 hat es ein Gewehrschütze so weit nach vorne gebracht», begründet er, will die Medaille von Heidi Diethelm aber in keiner Weise kleinreden. Im Gegenteil: «Das ist natürlich auch ein unglaubliches Highlight.»

Daniel Burgers Olympia-Fazit ist durchwegs positiv. Dennoch macht er sich bereits Gedanken für Tokyo 2020. Er will bei der Quotenplatzjagd gewisse Änderungen anbringen und jeweils mit den Besten antreten, um für die nächsten Olympischen Spiele mit einer hoffentlich noch grösseren Delegation anreisen zu können. Auch in der Trainingsgestaltung sind Anpassungen geplant. Diese ergeben sich durch den Betriebsstart des Nationalen Leistungszentrums in Magglingen zum Teil automatisch. Daniel Burger denkt aber noch weiter. Er will Kooperationen mit Spitzenschützen aus anderen Ländern eingehen. «Denn nur wer mit den Besten trainiert, wird besser.» (van)

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