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Jan Lochbihler hält die Fahne der Schützen hoch

Jan Lochbihler braucht langes <br>Stehvermögen: An der Eröffnungsfeier <br>sowie angesichts der Dauer <br>der Olympischen Spiele.
Jan Lochbihler braucht langes
Stehvermögen: An der Eröffnungsfeier
sowie angesichts der Dauer
der Olympischen Spiele.

05.08.2016 - Die Schweizer Fahne wird er zwar nicht tragen. Diese Ehre hat die Schweizer Kunstturnerin Giulia Steingruber. Doch auch so wird Jan Lochbihler am Freitagabend, 5. August, an der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele von Rio de Janeiro stolz mit der Schweizer Delegation ins Maracana-Stadion einziehen, zusammen mit Trainer Ernst Gerber.

«Ich freue mich riesig darauf», sagt Jan Lochbihler und erinnert sich, wie er die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele 2004 in Athen zusammen mit seinen Eltern am Fernsehen verfolgt hat. «Damals habe ich gedacht, wie schön es wäre, einmal selber dabei zu sein.» Zwölf Jahre später wird dieser Traum Realität. Nicht mit dabei sein werden die drei Schweizer Schützinnen. Für Nina Christen und Sarah Hornung gilt es am frühen Samstagmorgen ernst. Sie treten um 8.30 Uhr zum Luftgewehr-Wettkampf an. Heidi Diethelm Gerber hat Pre-Event-Training Luftpistole 10m. Langes Warten und Herumstehen sowie eine späte Rückkehr ins Olympische Dorf wohl erst gegen 2 Uhr nachts liegen da nicht drin. Die Athleten reisen zudem bereits rund drei Stunden vor Beginn der Eröffnungsfeier an und werden ihren grossen Auftritt erst zweieinhalb Stunden nach dem Beginn der Zeremonie haben. Würde Jan Lochbihler den Luftgewehr-Wettkampf schiessen (steht am 8. August auf dem Programm), hätte er auch auf die Eröffnungsfeier verzichtet. «Auch weil die Emotionen wohl ziemlich hochgehen werden», wie er sagt. «Schliesslich erlebt es ein Schütze nicht alle Tage, vor 80'000 Leuten aufzutreten.»

 

Langes Warten auf Einsatz

Die Eröffnungsfeier soll dem Solothurner zusätzlichen Schub für die Olympischen Spiele geben. Er braucht einen längeren Atem als die drei Damen, die alle in den nächsten zwei Tagen ins Wettkampfgeschehen eingreifen. Lochbihler ist erst am 12. August an der Reihe. Das habe Vor- und Nachteile, so der 24-Jährige. Einerseits könne er sich optimal akklimatisieren und an die Verhältnisse gewöhnen. «Es droht aber auch die Gefahr, in einen Trott zu verfallen», sagt Lochbihler. «Ich darf den Punch nicht verlieren.» Dass das nicht passieren wird, dafür wird Nationaltrainer Daniel Burger mit Sicherheit sorgen. (van)

Die Eröffnungsfeier findet am Freitag, 5. August, 20 Uhr (Ortszeit) statt. Das Schweizer Fernsehen überträgt die Feier live ab 00.50 Uhr (Schweizer Zeit, 6. August).

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