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Ein erstes Mal im Rampenlicht

Der Teamgeist im Schützenquartett <br>stimmt (v.l.): Jan Lochbihler, <br>Sarah Hornung, Nina Christen <br>und Heidi Diethelm Gerber.
Der Teamgeist im Schützenquartett
stimmt (v.l.): Jan Lochbihler,
Sarah Hornung, Nina Christen
und Heidi Diethelm Gerber.

04.08.2016 - Swiss Olympic organisiert in den Tagen vor dem Start der Olympischen Spiele für jede Sportart eine Disziplinen-Medienkonferenz. Medienschaffende erhalten so die Möglichkeit, den Sportlern ein letztes Mal vor dem Wettkampf den Puls fühlen zu können. Auch die Schützen waren an der Reihe. Im Mittelpunkt stand vor allem eine Person.

Auf einer Bühne steht ein langer Tisch, fünf Namensschilder sind darauf säuberlich aufgereiht, drei Kameras sind auf die Bühne gerichtet. Es ist alles bereit für den ersten grossen Auftritt der Schweizer Schützen. Nina Christen, Sarah Hornung, Heidi Diethelm Gerber und Jan Lochbihler betreten begleitet vom Trainerstaff mit Daniel Burger und Ernst Gerber (der kein eigenes Namensschild erhalten hat) das Podium. Immerhin ein gutes Dutzend Journalisten will wissen, wie die Schützen ihre Chancen in Rio einschätzen.

 

Aufregung wegen Federer und Fehldurchsage

Lange Zeit war nicht sicher, wann die Medienkonferenz genau stattfinden wird und auch über die Beteiligung wurde gerätselt. Denn am selben Abend wollten ursprünglich auch Roger Federer und Co. ihre Olympia-Ziele bekannt geben. Bekanntlich wurde das Tennis-Team arg gerupft. Freie Bahn also für die Schützen. Diese freie Bahn mussten sich zuerst auch die Journalisten erkämpfen, die im Main Press Centre am Schreiben waren. In diesem Hochhaus nahe des Olympischen Dorfs stehen den Medienschaffenden hunderte Arbeitsplätze zur Verfügung. Dort werden jeweils auch die Startzeiten der Pressekonferenzen über Lautsprecher durchgegeben. Jene der Schützen wurde gemäss Durchsage von 19 Uhr (24 Uhr Schweizer Zeit) auf 18.30 Uhr vorverschoben. Da und dort brach deshalb Hektik aus - und um 18.30 Uhr trafen sich ein paar Schweizer Journalisten zum gemütlichen Schwatz vor dem Konferenzraum, weil von den Schützinnen und Schützen natürlich noch niemand vor Ort war.

 

Nina Christen posiert für den Fotografen, Heidi Diethelm Gerber spielt einen Trailer fürs Fernsehen ein.

 

Locker auf berndeutsch

Geredet wurde an der Pressekonferenz übrigens auch noch. Und das auf erfrischende Art und Weise. Sarah Hornung fiel die Ehre (oder vielleicht eher die Bürde?) zu, als erste über ihre Olympia-Ziele zu erzählen. Sie legte in ihrem breiten Berner Dialekt los und musste von Swiss Olympic-Kommunikationschef Christof Kaufmann ermahnt werden, doch bitte Hochdeutsch zu sprechen, damit auch die welschen Kollegen etwas verstehen. Das Schweizer Quartett äusserte sich durchwegs positiv zum Olympischen Dorf, zu den Trainingsbedingungen im Olympischen Schiesszentrum Deodoro und zum ganzen Drumherum. «Der Blick von unserem Balkon auf den Swimming Pool ist idyllisch», stellte beispielsweise Heidi Diethelm Gerber fest. Und auch der Schiessstand habe etwas mehr Dekoration erhalten. Allerdings dominiert dort nach wie vor der Beton. Auch Nationaltrainer Daniel Burger ist rundum zufrieden. Alles entspreche den Ansprüchen. Die Schiessanlage sei zwar windanfällig, aber fair.

In den anschliessenden Einzelinterviews war vor allem Heidi Diethelm Gerber eine gefragte Person. Geduldig gab sie der schreibenden Zunft Auskunft und brachte nach mehreren Anläufen auch einen Trailer fürs Schweizer Fernsehen in den Kasten. Für Swiss Olympic setzten sich die Schützen zum Schluss noch gemeinsam in Szene. Ihren ersten grossen Auftritt haben die Schweizer Schützen mit Bravour absolviert. Wenn sie nun auch im Schiessstand glänzen, wird es nicht das letzte Mal gewesen sein, dass Nina Christen, Sarah Hornung, Heidi Diethelm Gerber und Jan Lochbihler im Rampenlicht gestanden sind. (van)

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