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«Jetzt gibt es kein Zurück mehr»

Sarah Hornung.
Sarah Hornung.

03.08.2016 - Sarah Hornung schiesst in Rio de Janeiro Luftgewehr 10m - mit einem Schweizer Kreuz im Haar.

 

Steckbrief

 

Du hast schon früh die Olympische Spiele in Rio als dein Ziel definiert und gezielt darauf hingearbeitet. Nun bist du in Rio und dein Wettkampf steht kurz bevor. Was sind deine ersten Eindrücke?

Sarah Hornung: Hier ist alles viel grösser als alles, was ich bisher gesehen habe. Die Youth Olympic Games oder die European Games, die ich beide schon erlebt, sind viel kleiner.

 

Das betrifft aber nicht die Schiessanlage?

Hornung: Nein, die unterscheidet sich nicht gross von anderen. Aber das ganze Drumherum ist riesig. Es ist alles sehr weitläufig, eine andere Dimension.

 

Das gilt sicher auch für das Olympische Dorf, in dem du wohnst. Hast du dich gut eingelebt?

Hornung: Es ist ja viel Negatives über das Olympische Dorf geschrieben worden, aber es ist überhaupt nicht so. Mir gefällt es dort, es gab bis jetzt keine Zwischenfälle. Und wir hoffen natürlich, dass es so bleibt. Die Zimmer sind genügend gross, ich habe gut geschlafen. Auch die Verpflegung stimmt: Wir können aus allen kulinarischen Richtungen auswählen.

 

«Ich bin selber fast ein wenig erschrocken, wie gut es lief.»

Sarah Hornung

 

Bist du auch bereits den ganz grossen Sportstars begegnet?

Hornung: Bis jetzt nicht, aber vielleicht habe ich mich auch einfach zu wenig geachtet.

 

Heute (3. August) hast du dein erstes Training im 10m-Stand absolviert. Wie lief’s?

Hornung: Es war ein sauberes Training, wie ich es mir vorstelle. Ehrlich gesagt bin ich selber fast ein wenig erschrocken, wie gut es lief. Ich hoffe, ich kann diese Form bis am 6. August halten.

 

Stichwort 6. August: Dann gilt es für dich ernst mit dem Luftgewehr. Bist du schon nervös?

Hornung: Ich war so richtig nervös, bis ich im Flieger nach Rio sass. Fünf Minuten vor dem Start habe ich gewusst: Jetzt gibt es kein Zurück mehr. Seither ist jede Nervosität verflogen. Aber sie kommt sicher fünf Minuten vor dem Start in die Qualifikation wieder zurück.

 

Du hast dir für Rio ein Schweizer Kreuz ins Haar färben lassen. Was sonst wird dir noch das nötige Wettkampfglück bringen?

Hornung: Das Schweizer Kreuz ist bereits wieder etwas verblasst. Aber ich habe noch weitere Glücksbringer. Am Rucksack hängt eine kleine Glocke, im Gepäck sind zudem mein «Chüeli» und der Glücksstein von den Youth Olympic Games.

 

Das Schweizer Kreuz soll Sarah Hornung Glück bringen.

 

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