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Partner- und Ausrüster-Anlass

Der SSV dankt seinen Partnern

Sechs Kameras nehmen jede Bewegung <br>des Schützen und des Gewehrs auf.
Sechs Kameras nehmen jede Bewegung
des Schützen und des Gewehrs auf.

29.11.2016 - Die Schweizer Schützinnen und Schützen dürfen auf die Unterstützung von zahlreichen Sponsoren, Partnern und Ausrüstern zählen. Nun hat der Verband diesen Partnern gedankt – mit einer Einladung ins Nationale Leistungszentrum in Magglingen.

 

Impressionen

 

Es war eine illustre Runde, die sich am Montag, 28. November, um 15.30 Uhr im Swiss Olympic House in Magglingen eingefunden hatte. Das who is who der Schweizer Schiesssportsszene – von Gewehr- und Pistolenproduzenten, über Treffersystem-Hersteller bis hin zu Textilausrüstern – war der Einladung des Schweizer Schiesssportverbands an den Partner- und Ausrüster-Anlass gefolgt und erhielt einen Einblick in den Bereich Spitzensport/Nachwuchs im SSV sowie in die Arbeits- und Trainingsweise der Nationalkader. Zunächst blieb aber an einem kleinen Apéro Zeit, das Netzwerk zu pflegen, sich auszutauschen und sich kennenzulernen, wo das überhaupt noch nötig war.

 

Sechs Kameras für einen Schützen

In zwei Gruppen aufgeteilt wurden die rund 30 geladenen Gäste in je einer Stunde mit den neusten Informationen versorgt. Dino Tartaruga, Leiter Abteilung Leistungsdiagnostik/Sportwissenschaft, erklärte den Anwesenden die neuste Errungenschaft: Das Bundesamt für Sport hat auf Antrag des Schweizer Schiesssportverbands ein spezielles Kamerasystem angeschafft, das ganz neue Analysen ermöglicht. Der Schütze und sein Sportgerät – egal ob Pistole oder Gewehr – werden mit mehreren Sensoren versehen. Sechs Kameras, die in einem Kreis um den Schützen angeordnet sind, messen jede Bewegung dieser Sensoren auf 0,2 Millimeter genau. Der Athlet und der Trainerstab wissen damit exakt, wie stark und in welche Richtung der Schütze sich beim Zielvorgang und bei der Schussabgabe bewegt. Es ist sogar ein Live-Feedback mittels Tonsignalen möglich. Spitzenschütze Jan Lochbihler demonstrierte das live: Wenn er mehr als einen Millimeter abwich, ertönte ein Tonsignal. Dino Tartaruga erhofft sich gerade von diesem Live-Feedback Fortschritte: «In der Sportwissenschaft hat sich gezeigt, dass diese direkte Rückmeldung den grössten Lerneffekt bringt.»

 

Daniel Burger erläutert die neue Struktur im Bereich Spitzensport/Nachwuchs.

 

Jede Bewegung wird gemessen

Bereits etwas länger im Einsatz sind die Sensorgewehre, die alle Kräfte messen, die der Athlet auf sein Sportgerät ausübt. Zusammen mit der Scatt-Analyse (Aufzeichnung des Zielwegs, der Schussauslösung und des Nachhaltens) ergibt sich eine riesige Datenmenge, die es in Zukunft ermöglichen wird, jeden Sportler individuell zu fördern und an den Details zu feilen. Das neue Kamerasystem ist in Magglingen stationiert und wird von verschiedenen Sportarten genutzt. So werden beispielsweise auch die Kunstturner auf das technische Hilfsmittel zurückgreifen. Sensorgewehre sind zehn im Einsatz: Vier bei Athleten, zwei am Nationalen Leistungszentrum in Magglingen, vier an den Regionalen Leistungszentren.

 

In Biel entsteht eine 25m-Anlage

Daniel Burger, Leiter Bereich Spitzensport/Nachwuchs, stellte den neuen Aufbau seines Bereichs vor. Nach sechs Jahren wurde der Nachwuchs von der Ausbildung zurück in den Spitzensport geholt. So wie es jeder andere Sportverband mache, wie Daniel Burger ausführte. Ziel muss es sein, die Nachwuchstalente noch besser in die Elite zu integrieren. Denn auf Nachwuchsstufe ist die Schweiz regelmässig erfolgreich. So war die Schweiz an der Junioren-EM in Tallinn im Juni 2016 drittbeste Nation. Die Talente gilt es zu fördern. Dazu trägt seit dem 1. Oktober das Nationale Leistungszentrum in Magglingen bei. Neben Nina Christen, Petra Lustenberger und Jan Lochbihler, die hoch über dem Bielersee leben und trainieren, hat auch Heidi Diethelm Gerber denselben Status und wird vom SSV monatlich mit 2500 Franken unterstützt. Zudem hat der Verband sein Entschädigungsreglement angepasst, das noch stärker auf Leistung fokussiert.

Daniel Burger konnte auch mit Neuigkeiten aufwarten. «Am letzten Freitag habe ich bereits Weihnachten gefeiert», frohlockte er. Das Bundesamt für Sport Baspo hat ihm am 25. November nämlich mitgeteilt, dass in Biel neben der bereits bestehenden 10m-Anlage im nächsten Jahr eine 25m-Anlage erstellt wird. Das verbessert die Trainingssituation in Magglingen nochmals.

 

Dank für die Unterstützung

Festliche Stimmung kam nach den beiden Vorträgen auch im Swiss Olympic House auf: Der SSV lud die Partner und Ausrüster zu einem Nachtessen ein. Die Pause zwischen Hauptgang und Dessert nutzte SSV-Präsidentin Dora Andres um den Partnern und Ausrüstern für die grossartige Unterstützung in der Vergangenheit und hoffentlich auch in der Zukunft zu danken. Die abtretende Präsidentin zeigte sich überzeugt, dass der Schweizer Schiesssport auf einem guten Weg ist – sowohl im Spitzen- wie auch im Breitensport. (van)

SSV-Partner

 

 

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