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Historisches Morgartenschiessen

Stelldichein auf dem Schlachtgelände

Meisterschütze Beat Suter hat allen <br>Grund zum Jubeln.
Meisterschütze Beat Suter hat allen
Grund zum Jubeln.

15.11.2016 - Beat Suter vom Feldschützenverein Sattel heisst der Morgarten-Meisterschütze 2016, Markus Schmid von der Schützengesellschaft Liestal ist der beste Pistolenschütze. Bei den Sektionen setzen sich mit dem Gewehr die Lokalmatadoren durch, bei den Pistolenvereinen siegt der grosse Favorit.

 

Impressionen vom Morgartenschiessen

 

Das Wetter präsentierte sich am 103. Historischen Morgartenschiessen und am 60. Historischen Morgarten Pistolen-Schiessen im Jahr nach dem grossen Schlachtjubiläum von seiner besten Seite. Zwar war es am Morgen empfindlich kalt, doch die Sicht war bei fast allen Serien ideal. Lediglich zwei, drei Ablösungen sowohl bei den Pistolen- als auch bei den Gewehrschützen hatten mit direkter Sonneneinstrahlung zu kämpfen. «Die Bedingungen waren gut», bilanzierte deshalb Schiessleiter Karl Steinauer an der Schützengemeinde in der Morgartenhütte. «Angesichts dessen hätten die Resultate etwas besser sein können.» Allerdings nahm Steinauer die siegreiche Sektion von dieser Einschätzung bewusst aus. Der Feldschützenverein Sattel gewann die Morgartenstandarte 2016 nämlich mit hervorragenden 454 Punkten und distanzierte damit den zweiten Lokalmatadoren, die Schützengesellschaft Morgarten, um 27 Zähler. Auf Rang 3 folgt mit 424 Punkten die Schützengesellschaft Dieterswil Moosaffoltern. Dass die Sattler auch den besten Einzelschützen in ihren Reihen hatten, vermag angesichts dieser Resultate nicht zu erstaunen. Beat Suter setzte sich mit 49 Punkten vor Rudolf Meier (Stadtschützen Burgdorf) und Vereinskollege Josef Ulrich durch. Diese beiden schossen wie neun weitere Schützen 48 Punkte.

 

Markus Schmid (2. von links) darf sich über den Meisterschützen-Titel und die Bundesgabe freuen.

 

Ein hervorragendes Einzelresultat erzielte auch der beste Pistolenschütze. Meisterschütze und Gewinner der Bundesgabe ist der Liestaler Markus Schmid mit 58 Punkten. «Ein solches Resultat hat noch nicht mancher geschossen», raunte während des Absendens ein Schütze einem Kollegen zu. Seine Verfolger distanzierte Schmid um drei und mehr Zähler. Silber sicherte sich der Einsiedler Andreas Marty, Bronze ging an den Aarauer Andreas Hunziker. Bei den Stammsektionen präsentierte sich das erwartete Bild: Malters setzte sich mit einem Schnitt von 49.917 Punkten deutlich vor Einsiedeln (47.375) und Altdorf-Erstfeld (46.700) durch. Bei den Gastsektionen gab es einen Doppelsieg für Aarau, Rang 3 ging an die Schützengesellschaft Liestal. Zufrieden durfte OK-Präsident Kaspar Michel, seines Zeichens Schwyzer Regierungsrat, nicht nur mit den Leistungen, sondern auch mit der Anzahl der Schützen sein. 1518 Pistolenschützen waren am 60. Schiessen dabei. 37 Stamm- und 95 Gastsektionen beteiligten sich am Wettkampf. Das sind zwar knapp 200 Schützen und etwa zehn Sektionen weniger als im vergangenen Jahr. Damals wurde wegen der 700-Jahr-Schlachtfeier aber besonders gross angerührt. Zudem fiel der 15. November 2015 auf einen Sonntag. 120 Gruppen mit je 10 Schützen waren zudem beim Gewehrschiessen am Start.

 

OK-Präsident Urs Hürlimann (links) verdankt die Rede von Ständeratspräsident Raphaël Comte.

 

Beim Historischen Morgartenschiessen geht es nicht nur um den sportlichen Wettkampf. Von grosser Wichtigkeit sind auch die Kameradschaft und die Tradition. Zelebriert wird diese bereits morgens um 10 Uhr anlässlich des gemeinsamen Marsches vom Dorf Sattel zur Schlachtkapelle und der dortigen Gedenkfeier. Doch auch beim Absenden – ob um 15.30 Uhr an derselben Stelle für die Pistolenschützen oder um 16.15 Uhr in der Morgartenhütte für die Gewehrschützen – werden die Werte der Schweiz hoch gehalten. Dafür ist jeweils auch ein prominenter Festredner verantwortlich. Dieses Jahr kam Ständeratspräsident Raphaël Comte die Ehre zu, in der Morgartenhütte zu den versammelten Schützen zu sprechen. Gewehrschiessen-OK-Präsident Urs Hürlimann habe Mut bewiesen, eröffnete der Neuenburger seine auf deutsch gehaltene Rede. Er habe erstmals einen Romand als Festredner eingeladen. Bereut wird er es nicht haben. Comte fand in seiner launigen Ansprache den richtigen Ton und forderte, dass die Schweiz die Neutralität und die Humanität hoch halte. «Unser Land muss seine guten Dienste anbieten und mit Dialog das Säbelrasseln übertönen.» (van)

 

Resultate 103. Historisches Morgartenschiessen

Resultate 60. Historisches Morgarten Pistolen-Schiessen

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