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36. Goldiger Züri-Träffer 2015 in der Schiessanlage Probstei Schwamendingen

Gelungener Finalwettkampf der Zürcher Schiesssportjugend

Schützenfamilie Girsberger: Luca und<br>Mandy waren am Start.
Schützenfamilie Girsberger: Luca und
Mandy waren am Start.

14.12.2015 - Gut 100 Schützen und Schützinnen der Jahrgänge 2000 - 2007, welche die Heimrunde des 20 Schuss umfassenden Programmes erfolgreich absolviert haben, sind jeweils am zweiten Dezembersamstag bei Arnold «Noldi» Ott, dem umsichtigen Finalleiter des «Goldigen Züri Träffers» zu Gast. Die qualifizierten Knaben und Mädchen treten an - mit Luftgewehr, Luftpistole und Armbrust - in der Zürcher Schiessanlage Probstei. Geschossen wird auf die Distanz 10 Meter. Insgesamt 10 Kategorien sind am Start. Das Tageshöchstresultat von 146 Punkten erzielte Lukas Baumann vom ASV Horgen mit der «Waffe Tells» in der Kategorie der 13 - 15 Jährigen. Als bester Gewehrschütze etablierte sich Jonas Keller von den Sportschützen Glattfelden mit schönen 143 Punkten. Gleichviel erreichte Pistolenschützin Nadina Amsler vom Infanterie Schiessverein Hirslanden - Riesbach (ISVHR). Sechs der zehn zu vergebenden Goldmedaillen gingen an Mädchen!

Als Schirmherr, des in allen Teilen gelungen Erfassungswettkampfes des Zürcher Schiesssportverbandes (ZHSV) und der Zürcher Armbrustschützen (ZKAV), wirkte René Koller (Abteilungschef Ausbildung) - vor und hinter den Kulissen. Er - und 15 weitere ehrenamtliche Mitarbeiter- und Mitarbeiterinnen waren Garant für die erfolgreiche 36. Auflage dieser beliebten Veranstaltung für die Zürcher Schiesssportjugend.   

Gut harmonierendes Tandem: Hans Bührer (Auswertung Armbrust) und Noldi Ott     (Finalleiter GZT 2015)

Nach 10 Meter im kleinen Zentrum: Volltreffer mit der Armbrust

        

Am Anfang Gedränge

Der Final des «Goldigen Züri-Träffers» ist eine reine Indoor Veranstaltung und wird seit seiner Entstehung in der betagten Probstei in Schwamendingen ausgetragen. Drei Räume im 2. Obergeschoss bezeichnet mit A-C, stehen den Jugendlichen zur Verfügung. Am Anfang ist immer alles ziemlich eng, weil die 100 Finalisten, welche meistens von ihren Eltern oder ihren Ausbilder begleitet werden, die Anmeldung regelrecht «stürmen», und den Korridor «verstopfen» erklärt Arnold Ott. Die Nervosität legt sich dann aber zusehends, wenn die ersten Schüssen fallen. Wohlweislich planen wir genügend Zeit, sodass alle Aktiven ihr Programm fair und in ruhiger Atmosphäre zu Ende bringen können, ergänzt René Koller, welcher alles im «Griff» hat. Nach 5 Schuss Probe folgen die 15 Wertungsschüsse, 150 ist das Maximum, welches aber am 12. Dezember 2015 nicht erreicht wird. Die Auswertung erfolgt elektronisch und mit dem letzten Schuss ist die Rangliste praktisch schon erstellt. Feinarbeiten ergeben sich nur bei Punktgleichheit, wenn z.B. Innenzehner und Anzahl Tiefschüsse oder der Durchschnitt eine Rolle spielen könnten. Handarbeit hingegen ergibt sich bei den Armbrustschützen. Hier muss der Pfeil aus der Scheibe gezogen werden. Die genaue Auswertung erfolgt anschliessend im Büro.

Mit dem Gewehr klar vorn: Sportschützen Glattfelden

Während im Wettkampf teilweise Sportwaffen der Marken Feinwerkbau, Anschütz oder Walther mit modernstem Dessin verwendet wurden, schoss der 11-jährige Lukas Nieswand vom SV Rickenbach mit einem eher älteren Modell aus Vereinsbeständen. Gegen Ende des Programms, als die Konzentration nachliess, baute er etwas ab. 6er und 7er schlichen sich ein. Schliesslich blieben 113 Punkte - immerhin fast ein 8er im Schnitt - erklärte Max Ulrich sein Betreuer. Als besonders mannschaftsstark erwiesen sich die von Heinz Gut betreuten Sportschützen Glattfelden, welche nicht nur exzellent schossen sondern mit ihrem gelben Tenue auch Verbundenheit signalisierten und schlussendlich 5 Medaillen (3x Gold, 1x Silber, 1x Bronze) holten. Nur Nadja Gantenbein von der SG Uster , welche mit 137 Punkten eigentlich unter ihren Möglicheiten blieb, verhinderte mit ihrem Sieg in der Kategorie «Stehend frei» den ganz grossen Triumph der Glattfelder. 

Räumten ab: 5 Medaillen für die starke Truppe von Heinz Gut - Sportschützen Glattfelden

Schütze und sein Trainer: Lukas Nieswand und Max Ulrich, SV Rickenbach

Seit 36 Jahren: Erfassungsschiessen Goldiger Züri-Träffer

Wenn du die Jugendlichen mit Sportschiessen abholen willst, musst du dies nach dem Kindergarten, spätestens aber mit 8 Jahren machen, erklärt Heinz Bolliger, die international bekannte Schützenlegende im ZHSV - so sei die Regel für den Beginn einer Konzentrations-Sportart - wie es das Schiessen ist. Dynamische Sportarten wie Fussball, Eishockey, Turnen, etc. fördern ihre Talente bereits ab 6 Jahren. Als Geburtsstunde für das erfolgreiche Erfassungsschiessen gilt der 26.12.1979 als Heinz Bolliger und Hansjörg Suter, (damals Schiessschulleiter der SLS) bei Kaffee und Kuchen plauderten. In Anlehnung an die Veranstaltungen, wie z.B. «Züri Schliffschuh» oder «Schnellster Zürihegel» gründete man den - bis heute praktizierten Erfassungswettkampf für Schützen - «Dä goldig Züri Treffer»!

In den Anfängen kannte man das Auflageschiessen (feste und/oder bewegliche Auflage) noch nicht, weshalb oftmals auch Schüsse neben der Scheibe landeten, wie Heinz Bolliger zu berichten weiss. Wichtig ist und so schliesst der ehemalige Nationaltrainer das Thema ab - dass die Jugend Sport treibt und wenn wir sie für den Schiesssport gewinnen, ist es umso besser!

Heute ist der «Goldige Züri Träffer» längst etabliert - knapp 1000 Schüler und Schülerinnen waren dieses Jahr dabei. 40 Vereine aus dem ZHSV unterstützen diese ideale Förderung der Zürcher Schützenjugend mit grosser Leidenschaft und Engagement.   

Mit der Armbrust top: ASV Horgen - 4 x Edelmetall

Armbrustschiessen ist - gelinde gesagt - hohe Schule. Neben «Korn und Visier» kommt noch das gekonnte Ausrichten der Wasserwaage hinzu. Das Sportgerät selbst wiegt einige Kilos. Von den 80 ursprünglich angetretenen Armbrustschützen schafften es 8 in den Final - die Hälfte stammt vom ASV Horgen. Die Kategorie 8 - 12 gewann Melina Burkhardt, ASV Horgen mit 136 Punkten. Einsame Spitze war hingegen Lukas Baumann, ebenfalls vom ASV Horgen, welcher sagenhafte 146 Punkte realisierte und damit die Kategorie 13 - 15, vor Nicolas Ossa (134 Punkte) - klar dominierte. Wer bei den Armbrustschützen einen Schwarztreffer landen will, muss in einen Kreis von 3 cm treffen.  

In die Schiessjacke wächst er noch rein: Lukas Nieswand, SV Rickenbach

 

Ehrenvoller 2. Rang mit der Armbrust in der Kategorie 13 - 15: Nicolas Ossa ASV Horgen, 134 Punkte.

 

Kleiner Wermutstropfen: Einige Sieger fehlten

Zu den Höhepunkten einer Schützenveranstaltung gehört die Siegerehrung - ganz egal wie jung oder alt die Akteure sind. Dass bereits die Finalteilnehmer als «Sieger» galten, beweist das abgegebene Diplom. Wer einen Podestplatz erreicht hat, wird - wie bei den Grossen - standesgemäss mit Gold, Silber oder Bronze ausgezeichnet. Bedauerlicherweise fehlten 4 Medaillengewinner bei der Siegerehrung des GZT 2015, sodass die Betreuer das Edelmetall für ihre Schützlinge im Empfang nehmen mussten. James Kramer

 

Die Gewinner der 10 Kategorien:      

Armbrust Kat. 8-12:   Melina Burkhardt   ASV Horgen      136
Armbrust Kat. 13-15:  Lukas Baumann ASV Horgen 146
Gewehr 8-10 sitzend fest: Jonas Keller   SpS Glattfelden  143
Gewehr 8-12 stehend fest:   Mira Belser SpS Glattfelden   137
Gewehr 10-15 stehend bew:  Mike Gwerder   SpS Glattfelden   133
Gewehr 10-15 stehend frei:  Nadia Gantenbein   SG Uster    137
Pistole 8-12 sitzend fest:     Jade Collignon  PSV Dübendorf  132
Pistole 8-12 stehend fest:     Nadina Amsler     ISVHR     143
Pistole 10-15 stehend bew:      Selina Amsler     ISVHR        131
Pistole 10-15 stehend frei:   Andreias Brumann BSVZ          129

                                                    

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