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Glarus

Bürge: «In Glarus kann alles passieren»

Andrea Bürge
Andrea Bürge

28.10.2012 - Am 3. November treffen wiederum die besten Schützen der Schweiz im Glarnerland aufeinander. Die Gejagte ist Silvia Guignard. Andrea Bürge, welche ebenfalls antritt, sagt, dass die Konkurrenz nicht schläft. In Glarus könne jedoch alles passieren.

Frau Bürge, seit 12 Jahren betreiben Sie Schiesssport und die Erfolge können sich sehen lassen. Wie lautet das Erfolgsrezept?

Professionalität, Selbstdisziplin, sehr viel Geduld, hartes Training und gute Trainer. Natürlich muss auch das Umfeld passen. Dazu gehört auch die Unterstützung durch Sponsoren. Letzendes zählt jedoch auch der Spassfaktor.

Mit dem Label Standort Filzbach besteht eine Verbindung zwischen dem Glarnerland und Andrea Bürge. Wie gefällt Ihnen dieser Job?

Sehr gut. Es macht mir grosse Freude mit den jungen und motivierten Nachwuchsathleten so intensiv zu arbeiten und ihnen mein Wissen weiterzugeben.

Die Konkurrenz am diesjährigen Glarner Sommercupfinal wird wiederum beachtlich sein. Welchen Erfolg rechnen Sie sich aus?

In einem Wettkampfmodus wie diesem weiss man jeweils erst kurz vor dem Start auf welchen Gegner man trifft. Da kann alles passieren. Das Los ist mitentscheidend. Ich möchte gerne so weit nach vorne kommen wie nur möglich.

Wie fühlt es sich an, an einem Mixed-Wettkampf gegen männliche Kollegen anzutreten?

Ungewohnt. Genau das macht diesen Wettkampf jedoch so unglaublich interessant und spannend.

Wie bereitet sich Andrea Bürge auf diesen speziellen Wettkampfmodus vor?

Ich trainiere im Vorfeld eines solchen Cups einige Male genau diesen Modus. Dieses spezifische Training benötige ich um mir eine passende Taktik zu Recht zu legen.

Wie sieht eine normale „Arbeitswoche“ einer Andrea Bürge aus?

Eineinhalb Tage die Woche erledige ich Büroaufgaben. Ein bis zwei Nachmittage/Abende pro Woche leite ich die Trainings am Label Standort in Filzbach. Während dieser Zeit bin ich im Sportzentrum einquartiert und trainiere jeweils die übrigen Stunden des Tages für mich. Die restlichen Tage trainiere ich zu Hause. Nebenbei leite ich zirka einmal pro Woche das Training des Thurgauer Nachwuchskaders. An den Wochenenden bin ich oft an Qualifikationen oder Wettkämpfen. Wenn es geht, gönne ich mir einen Tag pro Woche einen trainingsfreien Tag.

Wie lauten Ihre nächsten Ziele in der Karriereplanung?

Europameisterschaften in Odensee (DEN) 2013 mit dem Luftgewehr. Europameisterschaften in Osijek (CRO) 2013, mit dem Kleinkalibergewehr sowie Sportgewehr 300m. Weltmeisterschaften 2014 in Granada (ESP), mit dem Kleinkalibergewehr sowie Sportgewehr 300m. Und als Fernziel habe ich mir die Olympischen Spiele 2016 in Rio (BRA) auf die Distanzen 10 und 50 Meter gesteckt.  (Interview: A. Eberhard)

 

Zur Person:

Andrea Bürge-Brühlmann wurde am 18.01.1984 geboren. Vor ihrer Karriere als Schützin lernte sie Geflügelzüchterin. Sie wohnt in Lütisburg und übt den Schiesssport seit dem Jahr 2000 aus. Sie ist 12-fache Schweizermeisterin, wovon zweimal mit dem Luftgewehr. Sie holte mehrmals Europacup-Medaillen mit dem Sportgewehr 300m und erzielte einen sechsten Rang am Weltcup Mailand 2009 beim Dreistellungsmatch mit dem Kleinkalibergewehr. Andrea Bürge ist mit Olympiateilnehmer Marcel Bürge verheiratet, ihre Hobbys sind Reiten, Tennis spielen, Rennvelo fahren und Kochen.

 

Der Glarner Sommercup-Final:

Während die Tage kürzer werden und die ersten Vorboten des Winters Einzug halten, ist die Zeit für den Glarner Sommercupfinal der Luftgewehrschützen wieder gekommen. Über die Sommermonate hinaus, absolvierte die Mehrheit der Schweizer Luftgewehrschützen die Qualifikation für den Cupfinal in Glarus. Nur die besten 56 Elite- und 28 Nachwuchsathleten aus der Vorrunden werden anfangs November in der Mehrzweckhalle Buchholz in Glarus aufeinander treffen.

Die Setzliste verspricht spannende Begegnungen. Etliche Nationalmannschaftsmitglieder könnten beim Cupmodus, bei dem Direktduelle den Sieger ermitteln, aufeinander treffen. Qualifikationssiegerin Silvia Guignard aus Zürich trifft in der ersten Runde bereits auf Nicolas Rouiller. Bei mehreren erfolgreichen Runden dürfte sie im Halbfinal auf die amtierende Team-Armbrustweltmeisterin Irene Beyeler treffen. In der zweiten Tableauhälfte könnte es im Sechzehntelfinal bereits zu einem hochstehenden Duell kommen. Olympiateilnehmer Simon Beyeler könnte auf die Ostschweizerin Andrea Bürge treffen. Weitere Spitzenathleten wie Thomas Wüest oder Pascal Loretan werden aufeinander treffen. Der Einheimische Rolf Lehmann könnte für das frühzeitige Aus von Yvonne Graber verantwortlich sein. Für Spannung ist also gesorgt. „Um zirka 17.30 Uhr werden die ersten Finalschüsse geschossen, ehe der Sieger oder vielleicht auch Siegerin feststehen wird“, so Jürg Fischli, der inmitten der Vorbereitungen steht.

Mischler oder Füglister?

Auch beim Nachwuchs ist die Setzliste mit hochkarätigen Namen bestückt. Nebst Lokalmatador Patrick Hunold möchten auch andere Nachwuchsathleten wie Jan Lochbihler, Sandro Greuter, Michelle Heynen oder wie sie alle heissen, wissen, wie es sich zuoberst auf dem Podest anfühlt. Glaubt man der Statistik müsste das Rennen jedoch über Jasmin Mischler oder Fabienne Füglister gehen. Die beiden Juniorinnen beanspruchten in den letzten vier Jahren nämlich das Siegertreppchen für sich.

 

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