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Erfolgreiche Anträge der Präsidenten

24.10.2008 - Die Präsidenten zeigten an der Präsidentenkonferenz 2/2008 von heute Freitag, das sie nicht gewillt sind, das Heft aus der Hand zu geben. Fast alle aus der Konferenz eingebrachten Vorschläge wurden angenommen, vielfach gegen den Antrag des Vorstands. Der Schiessplan ESF 2010 wird mit verschiedenen Änderungen genehmigt. Das Projekt "SSV 2010" zur Reorganisation des Vorstands wird knapp abgelehnt.

(S+) Präsidentin Rita Fuhrer eröffnet die Versammlung mit einer kurzen Begrüssung und erinnert der erst kürzlich Verstorbenen unter anderen Ernst Brunner, Mitglied Oberaargauer Schiesssportverband, und Erwn Weibel, Ehrenpräsident VSS Veteranenbund Schweizer Sportschützen.
Josef Gugerli, Vizepräsident OK ESF 2010 Region Aarau, stellt die bisher unternommen Arbeiten und die Organisation vor. Das Fest der Superlative erwartet im Geburtsort des SSV, in Aarau, an dem 4 Wochen dauernden Fest rund 2500 Vereine. Vor allem am Herzen liegt dem OK das Verkehrskonzept, das für ein modernes Fest dieser Grösse unabdingbar ist. Gugerli weist darauf hin, dass weder am Festzentrum noch auf den Aussenplätzen Parkplätze bestehen. Er verweist auf die im Schiessbüchleinpreis vorgesehene Kombibillett für 15 Fr. Gegen einen Aufpreis von 6 Fr. kann das Billett auch weitere Male verwendet werden, beispielsweise zum Offiziellen Tag. Ebenfalls eingeschlossen in diese Beträge sind die Kosten für die Busshuttles zu den Schiessplätzen, zu den Bahnhöfen und zum Festzentrum.
Durch den Schiessplan leiten für den Vorstand Hans Sameli und Jürg Weber vom OK ESF 2010. Zum Thema Preis Schiessbüchlein wird über einen Antrag der Zentralschweizer Präsidenten abgestimmt, auf das Kombibillet zu verzichten. Es wird damit argumentiert, dass die Schützenvereine normalerweise mit dem Bus anfahren.
Kari Schelbert (KSV SZ) sieht vor allem praktische Überlegungen, die gegen die Benützung der Bahn sprechen. Er fragt, ob auch Schlachtenbummler in den Genuss einer Verbilligung kommen. Jürg Weber kann bestätigen, dass für Schlachtenbummler eine Lösung gefunden wurde.
Walter Harisberger (KSV BL) dankt im Namen der Nordwestschweizer Präsidenten dem OK für die Möglichkeit mit dem ÖV. Er plädiert für die Nutzung des ÖV gerade auch im Sinne des Flagge zeigen im Hinblick auf die Waffeninitiative.
Urs Stähli (ZHKSV) plädiert für den Antrag der Zentralschweizer Präsidenten. Er hat im Hauptbahnhof Zürich nachgefragt, wieviele Gepäckstucke nach dem Eidgenössichen Turnfest übriggeblieben sind. Es waren eine erstaunlich hohe Zahl. Er bezweifelt, ob das bei Schützen anders wäre.
Für Heinz Hammer (KSV SO) erlaubt der öffentliche Verkehr nicht, morgens ab halb Acht bereits auf den Schiessplätzen zu sein. Er plädiert für die Annahme des Antrags der Zentralschweizer Kantone.
In der Abstimmung wird der Antrag, auf das Kombillett zu verzichten, mit 29:3 Stimmen angenommen. Der Preis für das Schiessbüchlein ohne Kombibillett darf 10% höher liegen als der des Schiessbüchleins vom ESF 2005. Damit kommt das Schiessbüchlein auf 33 Fr. zu stehen. Der Preis von 33 Fr. wird mit 31 : 0 Stimmen angenommen.
Ein weiterer Antrag der Zentralschweizer Kantone lautet auf Streichung der Kat. B für Sturmgewehr 57 beim Juniorenstich, da die Jungen am Karabiner und Sturmgewehr 57 nicht ausgebildet werden. Das OK wollte alle Disziplinen mit allen Waffengattungen schiessen lassen. Dem Antrag Zentralschweiz Streichung Kat. B wurde mit 21 : 5 Stimmen zugestimmt.
Dem Antrag des Matchschützenverbands, beim Eröffnungsschiessen die Monitore mitlaufen zu lassen, damit die Schützen korrigieren können wird mit 16 : 13 Stimmen zugestimmt.
Der Antrag des SMV für die Schützenkonkurrenz 300 m Gewehr (Bewertung der 3-Stellungsmeisterschaft mit 52% anstatt 54% wird mit 24 : 5 Stimmen angenommen.
Dem Schiessplan wird in der Schlussabstimmung nach Annahme der Änderungen mit grossem Mehr zugestimmt.

Spezialwettkämpfe
Die Zentralschweiz stellt den Antrag der Wettkampf für Jungschützen und Jugendliche solle nach identischen Regeln durchgeführt werden. Für beide Wettkämpfe sei das gleiche Zeitfenster zu genehmigen und auf Feuerkommandierung zu verzichtenwird mit 16 : 12 Stimmen angenommen.
Der Antrag der Zentralschweizer Kantone zum Kantonewettkampf 300 m Gewehr (Zusamensetzung der Gruppe 7 Jungschützen/Junioren, davon max 2 mit Stagw,  bei den Jugendlichen 3, davon mindestens 2 mit Stgw wird mit 31 : 1 Stimme gutgeheissen.
Der Antrag, das den Kantonen am Kantonewettkampf 300 m Gewehr 2 Scheiben pro Kanton zugeteilt und ein Gesamtzeitfenster pro Kanton von 75 Minuten ohne Kommando zugeteilt werde, wird mit 25 : 5 Stimmen zugestimmt.
Die Spezialwettkämpfen werden mit den bewilligten Änderungen mit grossem Mehr ohne Gegenstimmen bewilligt.

Finanzierung der Kampagne "Volksinitiative"
Der Antrag der Verbände der Westschweiz (Mittelgenerierung über das ESF 2010) wurde vor der Präsidentenkonferenz zurückgezogen. Er wird nicht behandelt.
Die geforderte Bildung einer Controlling-Kommission (Arbeitsgruppe) für die Mittelverwendung die den Organen des SSV rapportiert, wird nach den Ausführungen der Präsidentin, wie die Information und das Controlling vorgesehen ist, in eine begleitende Kommission auf ehrenamtlicher Basis abgewandelt. Dem modifizierten Antrag wird von den Präsidenten mit grossem Mehr stattgegeben.

Eidgenössischer Ständematch 2010
Durch das Traktandum leitet Andreas von Känel. Urs Stähli fragt, warum das Umfrageergebnis zum Ständematch vom Frühjahr 2008 nicht in die Bestimmungen einfloss. Zum zweiten sollen sich die Wettkampfstätten nach den Athleten richten und nicht umgekehrt.
Auf Rückfrage von A. von Känel präzsiert U. Stähli, dass viele Kantone einem Liegendmatch ablehnend gegenüberstanden, dieser werde nun doch durchgeführt.
A. von Känel erklärt, dass das Quorum beim Standardgewehr erreicht wurde, ebenso beim Nachwuchs, knapp nicht erreicht wurde es bei den Ordonnanzgewehren.
Auch Walter Harisberger erkundigt sich, weshalb der Liegendwettkampf mit dem 3-Stellungswett-Kampf verknüpft wurde, weshalb neu nur 3 statt 4 Mitglieder pro Gruppe kämpfen, und weshalb das Alter für Jugendlichen statt wie bisher auf 25 Jahre nun auf 20 Jahre festgelegt wird.
A. von Känel weist für den Vorstand darauf hin, dass aus technischen Gründen der Eidg. Ständematch nicht mit 4 Teilnehmern durchgeführt werden kann. Er will deshalb in einer Konsultativabstimmung festhalten, ob auf den Ständematch verzichtet werden kann.
Dies wird von verschiedenen Rednern nicht akzeptiert. Renato Steffen weist darauf hin, dass ein Organisator ein Fest mit Grundbedingungen übernimmt, diese habe er dann auch zu erfüllen - sprich einen Stand zu bauen. Röbi Wüest (OK ESF 2010) weist darauf hin, dass das OK nicht in der Lage sei, neue Schützenhäuser zu bauen. Er bittet die Präsidenten, dem Antrag von Vorstand und OK zuzustimmen.
In der Konsultativabstimmung wird mit 16 : 14 Stimmen dem Antrag der Zentralschweiz für einen Ständewettkampf mit 4 Teilnehmern zugestimmt. Andreas von Känel weist darauf hin, dass damit nicht sichergestellt sei, ob der Wettkampf wie gewünscht auch durchgeführt werden könne.
Nachwuchswettkämpfe Gewehr und Pistole: Der Antrag steht, das Höchstalter für Jugendliche auf 25 Jahre festzulegen. Heinz Hammer und Renato Steffen erläutern, dass es vor allem darum geht, die kleinen Kantone auch am Wettkampf dabeizuhaben.
Walter Harisberger stellt den Antrag, dass die Koppelung der Liegendgruppe an eine Dreistellungsgruppe aufgehoben wird. Heinz Bolliger stellt fest, dass wir am letzten Fest Mühe hatten, die Leute zusammenzubekommen. Er verlangt Abstimmung über seinen Antrag, dass Kantone am Liegendmatch auch ohne Teilnahme am Mehrstellungswettkampf teilnehmen können. Andreas von Känel erläutert, dass der Ständematch zur Förderung des Mehrstellungsschiessen genutzt werden sollte. Der Antrag des KSV BL wird mit
grossem Mehr angenommen.
Dem Antrag, den Ständematch bis U25 freizugeben wird grossmehrheitlich zugestimmt.  Dem Antrag zur Rangordnung bei allen Wettkämpfen wird ohne Abstimmung stattgegeben.
In der Schlussabstimmung zum Eidg. Ständematch wird dieser mit grossem Mehr angenommen.

Anpassung der Regeln für das sportliche Schiessen
Die Artikel 22, 23 Kontrolle und Genehmigung von Schützenfesten und Artikel 26, Bestellung Ordonnanzmunition für Schützenfeste, sowie die Wettkampfdaten für die Verbandswettkämpfe für das Jahr 2010 werden mit wird mit grossem Mehr und ohne Diskussion angenommen.

Reglementsgenehmigungen
Die Reglemente Gewehr / Pistole Feldstich und Pistole Vereinskonkurrenz und 7 Reglementgenehmigungen Gewehr 50 m werden mit grossem Mehr angenommen. Zum Reglement SM mit der 5schüssigen Pistole 10 m liegt ein Antrag vor, der jedoch abgelehnt wird.

Wahlen
Die Abteilung Gewehr 300 m schlägt in die Technische Kommission vor: Peter Anderegg und Kurt Rieben. Beide werden in globo mit grossem Mehr und ohne Gegenstimmen gewählt.

Die Abteilung Leistungssport beantragt als Ressortleiter Nachwuchsförderung die Wahl für den Bereich Pistole: Peter Gloor, KSV AR, und für den Bereich Gewehr Rolf Kaiser (SOSV). Beide werden in globo mit grossem Mehr und ohne Gegenstimmen gewählt.

Projektinformation SSV 2010
Über das Projekt informiert Projektleiter Beat Fischer. Die Informationen werden von den Präsidenten grundsätzlich anerkannt. Renato Steffen erläutert, dass die Zentralschweizer Präsidenten der Ansicht sind, dass der Kontakt zur Basis unter einer Reorganisation leiden könne. Auch werden die Einflussmöglichkeiten bei einem strategisch tätigen Vorstand als geringer eingeschätzt als heute. Auch wird von Tony Meyer bezweifelt, dass eine Reorganisation kostenneutral durchgeführt werden kann. Auch sollen im Zusammenhang mit den politischen Änderungen diese zuerst abgewartet werden. Des weiteren solle im Hinblick auf einen Wechsel in der Direktion dem neuen Direktor die Möglichkeit gegeben werden, den Verband umzugestalten. Auch die "Baustelle" Leistungssport sei gross genug, dass man daneben nicht noch eine Totalreorganisation erarbeiten soll.

Beat Fischer betont, dass gerade ein allfälliger Wechsel des Direktors es verlange, dass dieser neben der Einarbeitung auch noch den Verband in neue Strukturen fassen soll. Die Zeit läuft den Schützen schlicht davon. In nächster Zeit werden auf den Vorstand derart viele Aufgaben zukommen, dass er dringend vom operativen Geschäft entlastet werden muss.
Dem Antrag der Zentralschweizer Präsidenten wird mit 18 : 17 Stimmen stattgegeben.

Die Präsidentin fragt, ob die Bereitschaft bestehe, trotz der relativ knappen Abstimmung an einem Workshop teilzunehmen. Mit grossem Mehr entscheiden sich die Präsidenten, an diesem WS teilzunehmen. Allerdings kommt auf die Anschlussfrage, ob man allenfalls bereit sei die Meinung zu ändern, keine klare Antwort.

Ein weiterer Antrag betreffs Einsetzung einer Arbeitsgruppe zur Überprüfung der Prozesse im Leistungssport wird mît 19 : 17 Stimmen gegen den Antrag des Vorstands gutgeheissen. Die Arbeitsgruppe arbeitet auf ehrenamtlicher Basis ohne Entschädigung.

Die Präsidenten werden bis 30. Oktober 2008 die Mitglieder der Kommissionen nennen.

Diverse Abteilungschefs informieren über Projekte aus ihrem Bereich, ohne dass aus der Versammlung Fragen gestellt wurden. 

Die Konferenz endete um 18:55 Uhr.

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