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Stellungnahme des SSV

28.11.2008 - Der Vorstand des Schweizer Schiesssportverbandes (SSV) nimmt zum Schlussbericht der Arbeitsgruppe „Ordonnanzwaffen“ wie folgt Stellung:

  • Der Vorstand hat vom Schlussbericht der vom VBS eingesetzten Arbeitsgruppe Kenntnis genommen und stellt fest, dass weder konkrete Anträge, noch Entscheide vorliegen, sondern eine breite Palette von Empfehlungen abgegeben werden. Für welche Lösungen sich das VBS entscheiden wird und ob diese Entscheide im Parlament auch eine Mehrheit finden; ist zurzeit noch offen.
  • Der SSV war in der Arbeitsgruppe durch Hans Sameli, Chef Abteilung Pistole vertreten; er hat über die Arbeit im Vorstand regelmässig informiert und die Lösungsvorschläge zur Diskussion gestellt. Selbstverständlich ist Hans Sameli aufgrund der Zusammensetzung der Arbeitsgruppe mit seinen Vorschlägen nicht immer durchgedrungen.
  • Für den Vorstand des SSV sind auch in der nun folgenden parlamentarischen Diskussion folgende Kernaussagen wichtig:

a) Ein Sportschütze soll auch in Zukunft die Waffe zwischen den Dienstleistungen nach Hause nehmen können.

b) Ein Sportschützte soll bei der Entlassung unter bestimmten Voraussetzungen eine Waffe weiterhin zum Eigentum erhalten.

c) An der ausserdienstlichen Schiesspflicht ist auch dann festzuhalten, wenn bestimmten Formationen (z.B. die Betriebsformationen und/oder die Reserve) die Dienstwaffe nicht mehr abgegeben würde und für diese die ausserdienstliche Schiesspflicht entfällt.

  • Es ist zur Kenntnis zu nehmen, dass es sehr unwahrscheinlich scheint, dass der Status quo in der politischen Diskussion durchgesetzt werden könnte. Deshalb ist der Vorstand angesichts der aktuellen Bedrohungslage und in Anerkennung der sozialpolitischen Entwicklungen der letzten Jahre offen für Lösungen, die nachweisbar eine Herabsetzung des Gefährdungspotentials gegenüber Dritten bewirken, den Schiessport aber nicht gefährden.

Die kurz vor der Einreichung stehende Volksinitiative „Für den Schutz vor Waffengewalt» lehnt der Vorstand ohne Wenn und Aber ab. Sie verspricht eine Sicherheit, die mit einer Verschärfung der Gesetzgebung nicht erreicht werden kann.

Der Vorstand wird die Entwicklung der Lage – insbesondere auch im Umfeld der anstehenden Sonderdebatten im Frühjahr 2009 – aufmerksam verfolgen. Er wird eine umfassende und realistische Einschätzung der politischen Lage machen und sich in den politischen Prozess aktiv einbringen.

SCHWEIZER SCHIESSSPORTVERBAND
Rita Fuhrer, Präsidentin

SSV-Partner

 

 

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