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Gewehrteam verpasst Medaille

16.10.2007 - In der Besetzung Marcel Bürge, Marco Müller, Beat Müller und Simon Beyler haben die 300m-Schützen an den CISM-Weltspielen in Hyderabad als Sechste die erhoffte Team-Medaille mit dem Standardgewehr (3x20) verpasst.

Vor der 3. und alles entscheidenden Ablösung lag für das Schweizer CISM-Quartett eine Medaille in Reichweite. Zumal die 566 von Beat Müller (2. Ablösung) als Streichresultat dienen sollten. Doch es kam anders und das Happy End blieb aus. Die Österreicher und auch die Mitfavoriten aus Norwegen rutschten ebenfalls ab, so dass Russland vor den überraschenden Slowenen und Österreich Gold gewann. Die Dänen klassierten sich punktgleich mit dem Dritten auf Rang vier, die Norweger, folgten vor den Schweizern als Fünfte. Mit Marcel Bürge, Beat und Marco Müller qualifizierten sich drei der vier Schweizer für den Einzelfinal. Simon Beyeler verpasste die Teilnahme um drei Punkte.

Bürge überzeugend

Simon Beyeler, auf dem der Druck als Nummer vier lastete, egalisierte als letzter Schütze die 566 von Müller nur. Er begann liegend stark (99) und seine 195 liessen die Schweizer weiter hoffen. Stehend startete er zwar mit drei Neunern (95), schloss das 20-Schuss-Programm allerdings mit fünf Zehnern und 97 ab. Vor dem Kniend-Schiessen lagen die Schweizer auf Bronze-Kurs, doch der Schwarzenburger geriet in Zeitnot und nach vier Achtern und zwei Siebnern war der Traum vom Podest geplatzt.

Nach der 1. Ablösung lag die Schweiz dank Europacupsieger Marcel Bürge (580) und dem unter seinem Wert geschlagenen Marco Müller (573) auf Rang zwei hinter Österreich, bei denen Thomas Farnik das Höchstresultat (584) erzielt hatte. Bürge/Müller bekundeten liegend wie die Athleten anderer Nationen mit der Thermik einige Probleme. Stehend und Kniend missrieten einzelne Passen. Marcel Bürge begann stehend mit 93, liess jedoch 99 folgen, Marco Müller schoss kniend zuerst 98, vergab danach mit 93 (achter Schuss erstmals eine Zehn) eine bessere Punktzahl.

Der von einer Angina genesene Beat Müller (566) startete in der 2. Ablösung wie seine Kollegen liegend mit 196 im Rahmen der Erwartungen. Stehend (178) und kniend (192) vergab der EM-Dritte allerdings überdurchschnittlich viele Punkte. Weshalb das Ziel verfehlt wurde, darüber wird die Analyse ergeben.

Organisatorische Mängel

Im Vergleich zur WM 2006 in der Schweiz herrscht in Indien bei rund 30 Grad und starkem Wind zwischen 11.00 und 14.00 Uhr ein organisatorisches Chaos. Die mit den Amerikanern geteilte Unterkunft entspricht weder den hygienischen Minimalanforderungen noch weist sie ein Minimum an Komfort (warmes Wasser) aus. Bei den geplanten Transporten kommt es teilweise zu mehrstündigen Verspätungen und die Teamorganisation wird erschwert, weil die Schiessanlagen (Pistole/Gewehr) 90 Minuten auseinander liegen. Michel Ansermet ist deshalb bei den Pistolenschützen stationiert, Missionschef Urs Weibel bei der Gewehr-Mannschaft.

„Die Schiessanlagen“, berichtet Urs Weibel am fünften Tag aus Indien, „sind mit SIUS-Scheiben ausgerüstet und funktionieren technisch einwandfrei.“ Weil der Boden jedoch mit polierten Naturstein-Platten belegt ist, machen die Schweizer die Unterlage mit Coca Cola klebrig. Bezüglich Verpflegung lautet die Meldung des Chefs „gut und schmackhaft“. Allerdings dürfte Reis nach der Rückkehr ins Rösti-, Wurstsalat- und Fondue-Land für einige Zeit auf der Speisekarte fehlen.

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