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Persönliche Stellungnahme von Rita Fuhrer, Präsidentin des Schweizer Schiessportverbandes zum Ereignis in Zürich-Höngg

30.11.2007 - Der Tod der 16-jährigen Lehrtochter in Zürich-Höngg hat mich tief bewegt. Der Familie und den Freunden des Opfers drücke ich mein Beileid aus. Zum Zeitpunkt, da ich diese Zeilen schreibe, wissen wir nicht viel vom Täter.

Er schloss am selben Tag seine RS ab und schoss offenbar mit dem Sturmgewehr. Motiv und Tathergang sind jedoch unbekannt. Es ist deshalb zu früh, endgültige Schlüsse aus dieser entsetzlichen Tat zu ziehen. Warum Menschen eine Waffe gegen jemanden richten, der ihnen offenbar gänzlich unbekannt ist, können wir nicht nachvollziehen. Sicher ist nur, dass die psychische Verfassung eines solchen Täters zutiefst komplex ist und nicht auf simple und dadurch naheliegende Erklärungen reduziert werden kann. Ein Waffenregister, wie es nun wieder verstärkt gefordert wird, hätte diese katastrophale Tat nicht verhindert. Auch die Forderung, die Armeewaffe nun endgültig ins Zeughaus zu verbannen, ist ein Ausdruck der Hilflosigkeit gegenüber den gesellschaftlich bedingten Ursachen solcher Taten. Denn sie bestraft einzig die grosse Mehrheit derjenigen Armeeangehörigen, die verantwortungsvoll mit ihrer Waffe umgehen.

 

Rita Fuhrer, Präsidentin SSV

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