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CISM WM in Thun: Keine Lorbeeren für die Schweiz

12.10.2005 - (Shd) Am zweiten Wettkampftag im Rahmen der CISM-WM in Thun/Bern gab es für die Schweiz weder im Gewehr- noch im Pistolenschiessen eine Medaille oder ein Diplom. Die beiden Einzeltitel gingen an den Amerikaner Jason Parker (Standardgewehr) und an die Schwedin Christina Bengtsson (Gewehr Liegend), China und Russland gewannen die Teamkonkurrenzen im Pistolenschiessen.

Während sich Jürg Luginbühl im Standardgewehr-Einzelmatch gegenüber dem Mannschaftswettkampf deutlich verbessert zeigte, gelang es Marcel Bürge nicht, seine glänzende Leistung vom Vortag zu wiederholen. Liegend stimmte das Total noch überein, Stehend aber blieb er bereits um zwei Punkte zurück. Schliesslich fand er in seiner stärksten Disziplin Kniend für einmal nicht zu seinem Rendement und bü sste entscheidend Terrain ein. Am Schluss fehlten sechs Punkte für einen Podestplatz.

Luginbühl hatte sich nach dem eher mässigen Abschneiden in der Teamkonkurrenz einiges vorgenommen. Nach den ersten beiden Programmteilen (Liegend und Stehend) schien die Rechnung für den 31jährigen Aargauer aufzugehen, mit 387 Punkten gehörte er noch zum weiteren Kreis der Medaillenanwärter. Eine kleine Chance blieb auch nach den ersten zehn Kniendschüssen (98 Punkte) noch offen, doch dann aber wuchs der Rückstand auf den dritten Medaillenrang mit vier Neunern in der zweiten Serie auf vier Punkte an. Das Spitzenfeld lag sehr nahe beieinander. Der Abstand zwischen Platz zwei und 12 betrug lediglich fünf Punkte.

Im Mannschaftswettkampf mit der Grosskaliberpistole hatte das Schweizer Trio mit Martin Luchsinger, Christof Gerber und Hansruedi Götti in Weltklassefeld erwartungsgemäss einen schweren Stand. Am Schluss resultierte wenigstens ein Platz in der ersten Ranglistenhälfte, auch wenn der Rückstand zu den Spitzenpositionen mit 30 und mehr Punkten beträchtlich war.

Eine erste Überraschung gab es im Liegend-Einzelwettkampf der Frauen. Nicht die favorisierte Deutsche Sonja Pfeilschifter, die am Vortag den CISM-Weltrekord auf 597 Punkte verbesserte gewann den Titel, sondern die 31-jährige Schwedin Christine Bengtsson. Die Vierte von Ankara im letzten Jahr, die beruflich als Pilotin tätig ist, verwies ein Quartett mit zwei Punkten Vorsprung auf die Plätze.

Thun/Bern. CISM-Weltmeisterschaften. Männer. Standardgewehr (ISSF-Programm). Einzel:
1. Jason Parker (USA) 587 (198/193/196).
2. Thomas Farnik (Ö) 585 (198/189/198/98/100).
3. Henri Häkkinen (Fi) 585 (199/190/196/98/98).

4. Vebjörn Berg (No) 583/98.
5. Thore Larsen (No) 583/97/99.
6. Jussi Puustinen (Fi) 583/97/96.
7. Konstantin Prikotschenko (Russ) 583/97/94.

-- Ferner: 11. Jürg Luginbühl 581 (197/190/194). 13. Marcel Bürge 579 (198/188/193). -- 38 klassiert.

Zentralfeuerpistole. (ISSF-Programm) Mannschaft:
1. China 1760, CISM-Rekord, bisher 1738 (Jin Yongde 590, Liu Yadong 585, Gao Zheng 585).
2. Russland 1751.
3. Weissrussland 1736.

4. Finnland 1734/289.
5. USA 1734/288.
6. Ukraine 1733.
-- Ferner: 14. Schweiz 1706 (Martin Luchsinger 572, Christof Gerber 567, Hansruedi Götti 567). -- 35 klassiert.

Frauen. Gewehr 50 m. Liegend. Einzel:
1. Christina Bengtsson (Sd) 596.
2. Sonja Pfeilschifter (De) 594/100/100.
3. Jette F. Andersen (Dä) 594/100/99.
4. Qan Xiangyan Wan (China) 594/97. -- 38 klassiert.

Sportpistole (ISSF-Programm). Mannschaft:
1. Russland 1741.
2. Deutschland 1720.
3. Italien 1715.

4. Ungarn 1710.
5. Weissrussland 1708/288.
6. China 1708/286.
-- 18 klassiert.

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