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CISM WM in Thun: Chinas Pistolenschützen gewannen Medaillensatz

13.10.2005 - (Shd) An den CISM-WM im Schiessen in Thun und Bern standen am Mittwoch die beiden Pistolen-Einzelkonkurrenzen im Zeichen von drei Chinesen, die alle Einzelmedaillen gewannen und dem Sieg der favorisierten Deutschen Monchbayar Durisoren bei den Frauen. Martin Luchsinger (Wetzikon), der einzige Schweizer im Feld, trat nicht in Erscheinung.

Den Pistolenschützen aus China gelang in den Wettkämpfen nach ISSF-Formel (Präzisionsschiessen) eine spektakuläre Demonstration ihrer Leistungsfähigkeit. Nachdem sie am Vortag überlegen CISM-Mannschafts-Weltmeister geworden waren, beanspruchten sie in der Einzelkonkurrenz den gesamten Medaillensatz. Die Goldmedaille ging an den international bislang kaum bekannten Yongde Jin, der mit 591 Punkten den CISM-Weltrekord einstellte.

Von den Schweizern schafften Christof Gerber und Hansruedi Götti mit dem Team die für den Einzelwettkapmpf geforderte Limite nicht.

Martin Luchsinger konnte nach dem Präzisionsschiessen (288 Punkte) noch auf eine akzeptable Klassierung hoffen. Schon in der ersten Schnellfeuerserie (95) folgte jedoch der Rückschlag. Mit 578 Punkten belegte er den 20. Rang unter 38 Schützen.

Die aus der Mongolei stammende Monchbayar Durisoren präsentierte sich im Sportpistolen-Programm in Hochform. Die Olympia-Fünfte von Athen, die vor einigen Jahren die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten hatte und seit Anfang Oktober bei der Bundeswehr angestellt ist, deklassierte die Konkurrenz förmlich. Mit 588 Punkten und sieben Punkten Vorsprung gewann sie überlegen den Titel vor der Ungarin Renata Sike und der Russin Galina Beljajewa. Der Kampf um Silber und Bronze wurde in einem zusätzliches Stechen entschieden, das Sike gegen die Beljajewa mit 48:47 für sich entschied.

Mit den Gewehr- und Pistolenkonkurrenzen nach ISSF-Formel (Präzisionsfeuer) ist bei den bis Sonntag dauernden Militär-Weltmeisterschaften Halbzeit. Am Freitag und Samstag folgen (mit den gleichen Waffen) die speziellen militärischen Schnellfeuerwettbewerbe mit kommandierten und zeitlimitierten Programmen. Von den 43 beteiligten Nationen gewannen bis dahin 13 mindestens eine Medaille. Am erfolgreichsten war China (2 Gold/2 Silber/1 Bronze) vor Deutschland (2/2/0) und Russland (1/2/1). Die Schweiz ging bisher leer aus.

Thun/Bern. CISM-WM. Männer. Zentralfeuerpistole (ISSF-Programm).Einzel:
1. Jongde Jin (China) 591, CISM-WR egalisiert (294/297).
2.Zheng Gao (China) 590 (294/296).
3. Yadong Liu (China) 588 (295/293).

4. Alexander Petriw (Ukr) 586/100.
5. Alexej Klimow (Russ) 586/97.
6. Nikolaj Kolev (Bul) 585.

-- Ferner: 20. Martin Luchsinger 578 (288/290). -- 38 klassiert.

Frauen. Sportpistole (ISSF-Programm). Einzel:
1. Monchbayar Dorisuren (De) 588 (291/297).
2. Renata Sike (Un) 581 (292/289 - 48 im Stechen).
3. Galina Beljajewa (Russ) 581 (292/289 - 47).
4. Marina Logwinenko (Russ) 580.
5. Xiaoxu Ding (China) 578/98.
6. Maura Genovesi (It) 578/97.
7. Natalja Jurkowetsch (WRuss) 578/94.

-- 20 klassiert.

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